Wolken über den Kränen am Container-Terminal in Altenwerder. © NDR Foto: Kerstin Kählert

Wie die Corona-Pandemie deutsche Reedereien trifft

Stand: 19.11.2020 14:28 Uhr

Deutsche Reedereien sind überwiegend gut durch die erste Corona-Welle im Frühjahr gekommen. Das geht aus einer Studie des Beratungsunternehmens Pricewaterhouse Coopers (PwC) hervor, die am Donnerstag veröffentlicht wurde.

Die Reeder haben demnach aus der Finanzkrise 2009 gelernt und konnten sich zu Beginn der Corona-Pandemie schneller auf die Lage einstellen. Die Lieferketten haben laut der Studie von PwC im Großen und Ganzen gehalten. Das gilt aber nur für die Handelsschiffahrt - die Kreuzfahrtbranche liegt nach wie vor brach.

Probleme mit Crew-Wechsel und Zoll

Drei von vier befragten Unternehmen gaben an, dass sie zu Beginn des Jahres Probleme bei Crew-Wechsel gehabt hätten. Und bei einem Drittel gab es Ärger mit dem Zoll, wenn die Ladung gelöscht werden sollte.

Schneller erholt als befürchtet

Zum Zeitpunkt der Befragung im Sommer sind mehr als 80 Prozent davon ausgegangen, dass es noch in diesem Jahr viele Insolvenzen in der maritimen Wirtschaft geben werde. Das ist bisher nicht der Fall, auch weil sich die Containerschifffahrt schneller erholt hat als befürchtet. Außerdem konnten viele Unternehmen zunächst staatliche Hilfe in Anspruch nehmen und die Belegschaft über Kurzarbeit beschäftigen.

PwC hatte von einem unabhängigen Marktforschungsinstitut im Zeitraum von 3. Juni bis 7. August 95 Telefoninterviews mit Vertretern deutscher Reedereien führen lassen.

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Dieses Thema im Programm:

NDR 90,3 | NDR 90,3 Aktuell | 19.11.2020 | 14:00 Uhr

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