Sitzung der Hamburgischen Bürgerschaft im Rathaus. © picture alliance / dpa Foto: Daniel Bockwoldt

Wie Corona das Arbeiten im Hamburger Rathaus verändert hat

Stand: 31.12.2020 13:19 Uhr

Corona hat das Arbeiten auf der ganzen Welt verändert. Auch im Hamburger Rathaus haben sich die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter in kürzester Zeit an einen neuen Alltag gewöhnen müssen.

Die Bürgerschaftssitzungen finden seit Monaten nicht mehr im Plenarsaal im Hamburger Rathaus statt, sondern im Großen Festsaal. Dort stehen Trennwände zwischen den 123 Abgeordneten und den Senatorinnen und Senatoren. Für 80.000 Euro wurden diese Plastikwände angeschafft. Diese Investition ist aus Sicht der Bürgerschaftskanzlei richtig. Umzüge in Räume außerhalb des Rathauses wären den Informationen zufolge mit noch höheren Kosten verbunden gewesen.

Neue Aufgaben für Rathausservice-Mitarbeitende

Auch Besucherführungen und Empfänge finden nicht mehr statt. Doch, anders als man vermuten könnte, führte das nicht zu Kurzarbeit bei den rund 40 Mitarbeitern und Mitarbeiterinnen im Rathausservice. Denn sie wurden für andere Aufgaben gebraucht: Die Coronaverordnung schreibt schließlich vor, dass bei jeder Sitzung oder Veranstaltung auf Mindestabstände geachtet werden muss. Regelmäßig musste alles umgebaut und desinfiziert werden.

Livestream in Gebärdensprache

Investiert wurde auch in IT-Technik. Die Bürgerschaftssitzungen, die schon lange im Livestream übertragen werden, gibt es seit August nun auch in einem zusätzlichen Livestream in Gebärdensprache.

 

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Dieses Thema im Programm:

NDR 90,3 | NDR 90,3 Aktuell | 31.12.2020 | 12:00 Uhr

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