Eisiger Wind und Zugausfälle in Hamburg

Stand: 08.02.2021 06:24 Uhr

Während starker Schneefall weiter südlich für schwierige Verhältnisse sorgt, muss man in Hamburg frühestens am Dienstagnachmittag mit ein paar Flocken rechnen. In der Hansestadt bleibt es aber eisig in den kommenden Tagen.

"Hamburg ist glimpflich davon gekommen", sagte Wetterexperte Frank Böttcher am Montagmorgen im Gespräch mit NDR 90,3. Allerdings bleibe es sehr kalt in der Hansestadt. Der eisige Ostwind beschere Tageshöchsttemperaturen von minus fünf Grad. "Diese kalte Luftmasse wird uns mit großer Wahrscheinlichkeit die ganze Woche erhalten bleiben mit Nachttemperaturen, die zum Teil unter minus zehn Grad liegen."

Dringende Warnung vor dünnen Eisflächen

"Teiche und Seen werden zufrieren. Aber das Eis wird brüchig bleiben", sagte Böttcher. Er - und auch die Hamburger Umweltbehörde - warnen dringend davor, Eisflächen zu betreten.

Mutter rettet Kind aus dem Teich

Der starke Wind sorgte für rund 30 Einsätze der Hamburger Feuerwehr. An der Elbchaussee drohte am Sonntagabend ein großer Baum auf ein Wohnhaus zu fallen. In Nienstedten ist ein Zwillingskinderwagen in einem Garten ins Rollen gekommen und in einen Teich gefahren. Dabei sei einer der 22 Monate alten Jungen mit dem Kopf kurz unter Wasser geraten, sagte ein Polizeisprecher am Sonntag. Die Mutter sei sofort hinterher gerannt und habe ihr Kind aus dem Teich gezogen.

Ein mit dem Rettungshubschrauber eingeflogener Notarzt habe anschließend die Zwillinge in Augenschein genommen und keine gesundheitlichen Beeinträchtigungen festgestellt.

Zugverkehr betroffen

In Niedersachsen sorgt Tief "Tristan" weiter für schwierige Verhältnisse auf den Straßen - und auch für Probleme im Zugverkehr. Die Deutsche Bahn passte ihren Fahrplan an. "Es sind einige Fernverkehrslinien betroffen", sagte ein Bahnsprecher am Sonntag. Der Fernverkehr war laut Bahn auch am Montagmorgen zwischen Hamburg und Kiel, Hamburg und Lübeck sowie zwischen Hamburg und Westerland unterbrochen. Auch Züge nach Niedersachsen, Bremen sowie nach Dortmund/Köln, Frankfurt und München fielen aus.

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Bahntickets können weiter genutzt oder storniert werden

Betroffene Fahrgäste können gebuchte Tickets entweder bis zu sieben Tage nach Störungsende flexibel nutzen oder kostenfrei stornieren. Die Privatbahnen Metronom, enno und erixx warnten ebenfalls, dass Züge ausfallen könnten, selbst wenn überall zusätzliches Personal im Einsatz sei.

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Dieses Thema im Programm:

Hamburg Journal | 07.02.2021 | 17:00 Uhr

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