Ein Mensch füllt ein Glas Wasser an einem Wasserhahn. © Imago Images

Wasserverbrauch in Hamburg: Zahlen, Daten Fakten

Stand: 07.06.2021 10:19 Uhr

Ob für Kochen, Duschen oder Waschen: Der durchschnittliche Wasserverbrauch der Menschen in Hamburg beträgt 114 Liter - und das jeden Tag. Das geht aus den Daten von Hamburg Wasser hervor.

16 Wasserwerke mit über 450 Förderbrunnen sind für die Versorgung der Hamburger Bevölkerung zuständig. 11.000 Kilometer Wasserleitungen führen durch Hamburg. Das entspricht der Strecke von Hamburg nach Schanghai.

Wassersparen

Hamburg hat als erste deutsche Großstadt beschlossen, dass in jeder Wohnung ein eigener Wasserzähler angeschlossen sein muss. Auf diese Weise soll der Anreiz zum Wassersparen erhöht werden. Seit den 1970er Jahren ist der Wasserbedarf in Hamburg nach Angaben von Hamburg Wasser um rund 30 Prozent gesunken. Ein Grund dafür ist, dass Wasch- und Spülmaschinen heute so gebaut werden, dass sie weniger Wasser verbrauchen.

Tipps für das Wassersparen

Vom Hamburger Wassversorger gibt es viele Tipps zum Wassersparen:

  • Duschen statt Baden: Ein Bad verbraucht 170 Liter Wasser, eine Dusche im Schnitt nur 70 Liter.
  • Wassersparende Armaturen können den Verbrauch um 50 Prozent senken.
  • Autowaschen in der Anlage verbraucht viel weniger Wasser als selber waschen.
  • Für den Garten: Tropfschlauch statt Rasensprenger spart Wasser. Auch den Rasen seltener zu Mähen hilft. Er trocknet dann langsamer aus und muss nicht so oft bewässert werden.

Gute Noten für das Hamburger Trinkwassser

Trinkwasser ist das am besten überwachte Lebensmittel in Deutschland. Das Trinkwasser der Hansestadt erhielt zuletzt 2019 von der Stiftung Warentest gute Noten. Sie analysierte das Trinkwasser in 20 verschiedenen Orten. Bei der Probe aus Hamburg konnten beispielsweise keinerlei Rückstände von Arzneimitteln, Pflanzenschutzmitteln oder Süßstoffen nachgewiesen werden.

Corona und Homeoffice verschieben tägliche Wassernutzung

Zwar wird im Schnitt nicht wesentlich mehr Wasser im Zuge der Corona-Pandemie verbraucht, jedoch verschiebt sich die Nutzung des Wassers in den Hamburger Haushalten zeitlich nach hinten. In von Hamburg Wasser bereitgestellten Daten zeigt sich, dass der Spitzenverbrauch im Schnitt ca. eine Stunde später stattfindet. Dies könnte auch an dem zunehmenden Alltag aus dem Homeoffice liegen, in dem Menschen später aufstehen können, da sie sich den Arbeitsweg sparen. Zum Vergleich zeigt die Grafik die Nutzungskurve von einem Mittwoch im März und einem Mittwoch im April vergangenen Jahres. Der erste Lockdown in Deutschland startete am 16. März 2020.

In Hamburg höhere Preise als im Umland

Ein Vergleich der Trinkwasserpreise in Hamburg und Schleswig-Holstein zeigt, dass Wasser in der Hansestadt teurer ist, als in den Nachbargemeinden des nördlichen Umlands. So kostete 2019 der Kubikmeter Wasser in Hamburg 1,89 Euro, in Pinneberg 1,71 Euro und in Stormarn 1,74 Euro. Das geht aus den Zahlen des Statistikamts Nord hervor.

Wassersprudler sind im Trend in Hamburg

Eine von Hamburg Wasser in Auftrag gegebene Forsa-Umfrage von 2020 hat ergeben, dass 36 Prozent der Hamburgerinnen und Hamburger Wassersprudler verwenden, 14 Prozent nutzen einen Wasserfilter und fast 60 Prozent der Menschen im Alter von 18 bis 29 Jahren gaben an, dass Leitungswasser ihr Hauptgetränk im Alltag ist. Bei den über 60-Jährigen sagten das nur 31 Prozent.

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Dieses Thema im Programm:

NDR 90,3 | 07.06.2021 | 07:40 Uhr

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