Stand: 03.09.2020 09:49 Uhr

Was Corona die Stadt Hamburg kostet

Andreas Dressel (SPD), Finanzsenator von Hamburg, nimmt an der Sitzung der Hamburgischen Bürgerschaft im Rathaus teil. © picture alliance/dpa Foto: Daniel Reinhardt
Finanzsenator Dressels Rechnung: Die Corona-Krise hat die Stadt Hamburg bislang rund 320 Millionen Euro gekostet. (Archivfoto)

Schutzmasken für die Polizei und Beschäftigte in den Gesundheitsämtern, zusätzliche Laptops für das Homeoffice der städtischen Angestellten und Kameras und Videotechnik für die Gerichte: Die Liste der zusätzlichen Ausgaben in Hamburg aufgrund der Corona-Pandemie ist lang. Bislang hat die Krise die Stadt rund 320 Millionen Euro gekostet. Das geht aus einer Mitteilung des Senats an die Bürgerschaft hervor. Damit ist rund ein Drittel der zusätzlichen Gelder ausgegeben, die die Bürgerschaft zur Krisenbewältigung bewilligt hat.

220 Millionen Euro für Hilfspakete

Am meisten bezahlt hat bislang die Wirtschaftsbehörde - rund 220 Millionen Euro. Fast die gesamte Summe ist in Hilfspakete für die krisengeplagte Unternehmen geflossen, etwa in die Soforthilfe. Die Gesundheitsbehörde hat seit Frühjahr rund 45 Millionen Euro für Corona-Tests und Schutzkleidung ausgegeben.

Verluste der städtischen Unternehmen nicht eingerechnet

Die Abgeordneten hatten insgesamt rund eine Milliarde Euro bewilligt, um die Coronafolgen abzufedern. Jetzt sind davon noch rund 680 Millionen Euro übrig. Allerdings sind die Verluste, die Unternehmen im Besitz der Stadt gemacht haben, bislang nicht berücksichtigt. Flughafen, UKE, Hochbahn und zahlreiche andere Unternehmen sind nach Angaben der Finanzbehörde voraussichtlich auf rund 400 Millionen Euro von der Stadt angewiesen.

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Dieses Thema im Programm:

NDR 90,3 | NDR 90,3 Aktuell | 03.09.2020 | 12:00 Uhr

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