Stand: 28.09.2020 20:54 Uhr

Warnstreiks in Hamburger Kitas und Krankenhäusern

Streikende an der Alster. © NDR Foto: Anna Rüter
Bei einer Kundgebung an der Alster forderten die Beschäftigten des öffentlichen Dienstes mehr Geld.

Im Tarifkonflikt des öffentlichen Dienstes sind am Montagmorgen Kindergärten, Krankenhäuser und die Hafenverwaltung HPA bestreikt worden. Auch Einrichtungen der Behindertenhilfe und der sozialen Dienste waren betroffen. 178 Kindertagesstätten der Elbkinder, Hamburgs größtem Kita-Träger, seien von den Streiks betroffen, sagte eine ver.di-Sprecherin. Hinzu kämen die Kitas der Rudolf Ballin Stiftung, des Arbeiter-Samariter-Bundes und des Hamburger Schulvereins. Die drei Organisationen betreiben in Hamburg insgesamt fast 50 Kitas. Die Geschäftsführung der Elbkinder-Kitas hatte darauf hingewiesen, dass die Betreuung - in den einzelnen Kitas unterschiedlich - eingeschränkt sein könne. Es könne passieren, dass die Gruppen - trotz Coronaregeln - neu gemischt werden müssten.

VIDEO: Beschäftigte von Kitas und Krankenhäusern streiken (2 Min)

Werden OP-Termine verschoben?

Das Universitätsklinikum Hamburg-Eppendorf (UKE) und der Krankenhausbetreiber Asklepios gehen davon aus, dass trotz des Warnstreiks die Versorgung der Patienten und Patientinnen gesichert ist. Nach Angaben eines Asklepios-Sprechers kann es aber sein, dass einige planbare Operationstermine verschoben werden.

Menschenkette um die Binnenalster

In der Innenstadt versammelten sich die Beschäftigten am Vormittag zu einer Menschenkette um die Binnenalster, dann zogen die Demonstrierenden zu einer Abschlusskundgebung zum Besenbinderhof. Die Gewerkschaft fordert in den laufenden Tarifverhandlungen 4,8 Prozent mehr Geld, mindestens aber 150 Euro, bei einer Laufzeit von 12 Monaten. In der Hansestadt sind rund 45.000 Beschäftige von den Tarifverhandlungen betroffen: 18.000 in den Krankenhäusern, etwa 6.500 in den Elbkinder-Kitas, rund 3.200 bei der Stadtreinigung und circa 2.000 bei der HPA.

VIDEO: Michael Stock von ver.di zum Warnstreik (3 Min)

Erster Warnstreik am Freitag

Am Freitag waren bereits rund 400 Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter der Stadtreinigung und der Hafenverwaltung einem Aufruf der Gewerkschaft ver.di gefolgt, ganztägig die Arbeit niederzulegen. Zahlreiche Mülltonnen blieben ungeleert. Vor allem das Altpapier sei nicht abgeholt worden, sagte der Sprecher. Am Sonnabend wurde in den Recyclinghöfen die Arbeit niedergelegt.

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Dieses Thema im Programm:

NDR 90,3 | NDR 90,3 Aktuell | 28.09.2020 | 13:00 Uhr

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