Stand: 20.02.2019 11:37 Uhr

Warnstreiks an Hamburger Schulen

Mit ganztägigen Warnstreiks an den Hamburger Schulen und Hochschulen hat die Gewerkschaft ver.di am Mittwoch den Druck auf die Arbeitgeber im Tarifkonflikt des öffentlichen Dienstes der Länder erhöht. Vor der Stadtteilschule in Horn und drei weiteren Treffpunkten versammelten sich am Morgen Beschäftigte. Danach gab es eine zentrale Kundgebung auf dem Gänsemarkt. Dort forderten die Gewerkschaften ver.di und GEW die Arbeitgeberseite auf, ein Angebot vorzulegen. Geld sei genug da, sagte ver.di-Tarifkoordinatorin Sieglinde Frieß vor rund 1.000 Demonstranten. Zwar seien aufgrund steigender Schülerzahlen mehr Lehrer eingestellt worden. Bei den Tarifbeschäftigten wie Verwaltungskräften und Schulhausmeistern habe sich trotz steigender Anforderung jedoch kaum etwas getan.

Einige Demonstranten mit Regenschirmen und Plakten..

Angestellte an Schulen streiken für mehr Lohn

Hamburg Journal -

Die Gehaltslücke zwischen angestelltem und verbeamtetem Schulpersonal soll deutlich kleiner werden - mit dieser Forderung zogen rund 1.300 Demonstranten auf den Gänsemarkt.

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Keine größeren Auswirkungen auf den Schulunterricht

Der Unterricht fand trotz des Warnstreiks größtenteils statt. Denn die meisten Lehrer, nämlich etwa 90 Prozent, sind in Hamburg verbeamtet und dürfen nicht streiken. Das gilt an den Hochschulen auch für die Professoren.

Zur Arbeitsniederlegung aufgerufen waren Verwaltungsangestellte in den Schulbüros, Schulhausmeister, Betriebsarbeiter, Reinigungskräfte sowie Erzieher und Sozialpädagogen. Ausfälle gibt es deshalb voraussichtlich im Nachmittagsprogramm der Ganztagsschulen und bei den Vorschulen. Die Ganztagsbetreuung der Kinder sei dennoch gewährleistet, sagte ein Sprecher der Schulbehörde. Notfalls würden Lehrer das übernehmen oder wie bei vorangegangenen Tarifkonflikten benachbarte Schulen bei der Betreuung kooperieren.

Warnstreiks werden fortgesetzt

Die Warnstreiks sollen in den kommenden Tagen in Hamburg fortgesetzt werden. Am Montag hatten bereits Mitarbeiter der Bezirksämter die Arbeit niedergelegt. Als nächstes sind am Freitag die Angestellten in den sozialen Bereichen der Stadt Hamburg zum Streik aufgerufen. Am kommenden Montag sollen sogar alle Beschäftigten des öffentlichen Dienstes die Arbeit niederlegen. Das Betrifft dann Behörden, Ämter, Landesbetriebe und Schulen.

Sechs Prozent mehr Geld gefordert

Nach zwei ergebnislosen Verhandlungsrunden fordern die Gewerkschaften in dem Tarifkonflikt ein Angebot der Arbeitgeber. Die Tarifgemeinschaft der Länder hatte ihre Forderung nach sechs Prozent mehr Geld, zumindest aber 200 Euro mehr im Monat, als überzogen abgelehnt. Die Verhandlungen gehen Ende des Monats in Potsdam in die dritte Runde.

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Dieses Thema im Programm:

Hamburg Journal | 20.02.2019 | 19:30 Uhr

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