Stand: 21.03.2018 15:05 Uhr

Warnstreik trifft Kitas und Stadtreinigung

Im Tarifstreit des Öffentlichen Dienstes haben am Mittwoch Hunderte Beschäftigte in Hamburg die Arbeit niedergelegt. Laut ver.di und der Gewerkschaft Erziehung und Wissenschaft (GEW) nahmen am Vormittag rund 2.000 Streikende an zwei Kundgebungen teil.

Warnstreik beim Öffentlichen Dienst.

Warnstreik im öffentlichen Dienst

Hamburg Journal -

In Kitas, bei der Stadtreinigung und im Hafen legten Beschäftigte die Arbeit nieder. Die Gewerkschaft ver.di fordert sechs Prozent mehr Lohn und Gehalt.

5 bei 1 Bewertungen

Mit von 5 Sternen

bewerten

Vielen Dank.

schließen

Sie haben bereits abgestimmt.

schließen

1.500 Demonstranten am Besenbinderhof

Bestreikt wurden die Elbkinder-Kitas, die Stadtreinigung, die Hafenverwaltung Hamburg Port Authority (HPA), die Elbewerkstätten und die Bücherhallen. Schon am frühen Morgen hatten sich rund 500 streikende Müllwerker und HPA-Mitarbeiter im Hafen versammelt. An der zentralen Kundgebung vor dem Gewerkschaftshaus nahmen dann etwa 1.500 Beschäftigte aus unterschiedlichen Bereichen des öffentlichen Dienstes teil. Besonders stark vertreten waren dort Erzieherinnen der Elbkinder-Kitas.

Entsprechend groß waren die Auswirkungen in den Kindertagesstätten: Nur 24 der 185 Einrichtungen liefen im Normalbetrieb. Weil sich auch die GEW an den Arbeitsniederlegungen beteiligte, fehlen in der Nachmittagsbetreuung an den Ganztagsschulen und in sozialen Einrichtungen etwa 500 streikende Sozialpädagogen.

Sechs Prozent mehr Lohn gefordert

Die Gewerkschaften ver.di und GEW zeigten sich sehr zufrieden: Beteiligung und Stimmung hätten die Erwartungen übertroffen. In der Hansestadt sind nach Gewerkschaftsangaben rund 25.000 Beschäftigte von den laufenden Verhandlungen im Tarifstreit betroffen. Um Fachkräfte zu finden, müssten die Gehälter vor allem in einer Metropole mit hohen Mieten angemessen sein, hatten Gewerkschaftsvertreter deutlich gemacht. Sie fordern sechs Prozent mehr Lohn und Gehalt, mindestens aber 200 Euro zusätzlich im Monat. Die Ausbildungsvergütungen und Praktikantenentgelte sollen um 100 Euro pro Monat angehoben werden. Die Arbeitgeberseite lehnt die Forderungen bislang ab.

Weitere Informationen

Warnstreiks des öffentlichen Dienstes gehen weiter

Mitarbeiter der Kreisverwaltung Mecklenburgische Seenplatte, der Bundeswehrdienststelle Neubrandenburg und der Telekom haben ihre Arbeit niedergelegt. Aufgerufen hatte ver.di. mehr

Dieses Thema im Programm:

NDR 90,3 | NDR 90,3 Aktuell | 21.03.2018 | 15:00 Uhr

Mehr Nachrichten aus Hamburg

02:42
Hamburg Journal

Mietwucher und Ausbeutung: Razzia in Wandsbek

19.04.2018 19:30 Uhr
Hamburg Journal
02:48
Hamburg Journal

Mieter beschweren sich über Vonovia

19.04.2018 19:30 Uhr
Hamburg Journal
02:31
Hamburg Journal

Der HSV vor Heimspiel gegen Freiburg

19.04.2018 19:30 Uhr
Hamburg Journal