Warnstreik im Hamburger Einzel- und Versandhandel

Stand: 13.08.2021 16:28 Uhr

Die Gewerkschaft ver.di hat Beschäftigte von 13 Betrieben in Hamburg am Freitag dazu aufgerufen, die Arbeit niederzulegen. Hintergrund ist der Tarifkonflikt.

Mit Trillerpfeifen demonstrierten am Freitagvormittag Dutzende Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter des Einzelhandels vor dem Besenbinderhof. Andere Beschäftigte streikten vor Geschäften, zum Beispiel in der Spitalerstraße in der Innenstadt. Am Gänsemarkt gab es eine Abschlusskundgebung.

Ver.di hatte zum Warnstreik bei mehreren Betrieben aufgerufen. Betroffen waren die Kaufland-Filialen in Wandsbek, Bramfeld und Neugraben, zwei H&M-Filialen (Spitalerstraße und Altona), zwei Zara-Filialen (Mönckebergstaße und Poststraße), Primark, Douglas, Netto, Rewe, Penny, Real Oststeinbek, die Ikea-Häuser in Altona und Moorfleet, H&M Logistik sowie Hermes Fulfilment.

Eine Douglas-Mitarbeiterin sagte NDR 90,3: "Douglas ist aus der Tarifbindung ausgestiegen. Wir haben seit zwei Jahren keine Lohnangleichung bekommen. Die Inflationsrate steigt, unsere Löhne leider nicht. Wir möchten, dass Douglas wieder tarifgebunden zahlt."

In dem Tarifkonflikt fordert ver.di unter anderem eine Erhöhungen der Löhne und Gehälter um 4,5 Prozent plus 45 Euro. Außerdem verlangt die Gewerkschaft einen tariflichen Mindestlohn von 12,50 Euro pro Stunde. Ferner sollen die Tarifverträge allgemeinverbindlich sein, denn zunehmend würden Unternehmen Tarifflucht begehen. Insgesamt arbeiten rund 70.000 Beschäftigte im Hamburger Einzel- und Versandhandel.

Dieses Thema im Programm:

NDR 90,3 | NDR 90,3 Aktuell | 13.08.2021 | 11:00 Uhr

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