Stand: 12.02.2019 14:05 Uhr

Warnstreik: Öffentlicher Dienst "geht baden"

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"Der öffentliche Dienst geht baden": Um ihren Forderungen Nachdruck zu verleihen, springen Demonstranten in die kalte Alster.

Mit einem Sprung in die Alster haben Polizisten, Feuerwehrleute und andere Beschäftigte des öffentlichen Dienstes in Hamburg ihrer Forderung nach Einkommenserhöhungen Nachdruck verliehen. Zuvor hatten am Dienstag rund 1.000 Beschäftigte auf dem Rathausmarkt für sechs Prozent oder mindestens 200 Euro mehr pro Monat demonstriert. Zu der Kundgebung unter dem Motto "Der öffentliche Dienst geht baden" und einem ganztägigen Warnstreik hatte der Beamtenbund dbb aufgerufen.

Streikende vom Öffentlichen Dienst

Öffentlicher Dienst: Tarifstreit geht weiter

Hamburg Journal -

Der Tarifstreit im öffentlichen Dienst geht weiter. Ein Angebot der Bundesländer liegt noch immer nicht vor. In Hamburg gingen rund 1.000 Beschäftigte auf die Straße.

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"Wasser steht uns bis zum Hals"

Redner forderten ein Ende der "Blockadehaltung" der Arbeitgeberseite in den Tarifverhandlungen für die Beschäftigten des öffentlichen Dienstes der Länder. Mit ihrem Sprung in die Alster wolle sie ein Zeichen setzten, sagte die Vorsitzende der dbb-Jugend, Karoline Herrmann. "Das Wasser steht uns sprichwörtlich bis zum Hals." Mit der Einkommenserhöhung müsse die Attraktivität des öffentlichen Dienstes auch mit Blick auf die Nachwuchsgewinnung erhöht werden. Schon jetzt blieben Ausbildungsplätze unbesetzt, sagte Herrmann, die zusammen mit knapp einem Dutzend weiteren Kundgebungsteilnehmern ins Wasser ging.

Ausstand in vielen Bereichen

Der Ausstand traf zum Beispiel Polizei und Feuerwehr - aber auch Schulen, Finanzämter, Schleusen und den Landesbetrieb Verkehr. Beamte dürfen zwar nicht streiken, wohl aber die angestellten Fachkräfte in den Behörden und Dienststellen.

Sechs Prozent mehr Geld gefordert

Im Tarifkonflikt des öffentlichen Dienstes fordern die Gewerkschaften sechs Prozent mehr Geld, mindestens aber 200 Euro pro Monat mehr. Die Tarifgemeinschaft der Länder lehnt die Forderungen als überzogen ab. Die Arbeitgeber legten bislang kein eigenes Angebot vor. Ende des Monats steht die dritte Verhandlungsrunde an.

Warnstreik in den Bezirksämtern am kommenden Montag

Bis dahin wollen die Gewerkschaften Druck machen: Bereits kommenden Montag sind die Bezirksamtsmitarbeiter in Hamburg zum Warnstreik aufgerufen. Weitere Arbeitsniederlegungen soll es laut Gewerkschaft ver.di in den darauffolgenden Tagen an Schulen und Hochschulen sowie im sozialen Bereich geben.

Weitere Informationen
00:35

Warnstreik und Sprung ins kalte Wasser

In Hamburg haben Beschäftigte des öffentlichen Dienstes für mehr Geld demonstriert. Einige gingen sogar in der Alster baden. Video (00:35 min)

00:58
NDR 90,3

Warnstreik im öffentlichen Dienst

12.02.2019 12:00 Uhr
NDR 90,3

Rund 1.000 Beschäftigte des öffentlichen Dienstes haben in Hamburg für mehr Geld demonstriert. Ihr Protestmarsch führte an die die Alster - einige sprangen hinein. Audio (00:58 min)

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Dieses Thema im Programm:

NDR 90,3 | NDR 90,3 Aktuell | 12.02.2019 | 12:00 Uhr

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