Stand: 20.01.2020 12:18 Uhr

Vorwurf der Vergewaltigung: Taxifahrer vor Gericht

Vor dem Hamburger Landgericht hat am Montag ein Vergewaltigungsprozess gegen einen Taxifahrer begonnen. Der 26-Jährige soll eine junge Frau vor zwei Jahren nachts im Hafengebiet in seinem Taxi zum Sex gezwungen haben.

Während die Staatsanwältin im Gerichtssaal die Anklage verlas, hörte man die junge Frau auf dem Gang davor laut schluchzen. Sie war 21 Jahre alt, als sie vor zwei Jahren frühmorgens an der Reeperbahn in ein Taxi stieg. Doch statt sie sicher nach Hause zu bringen, soll der Taxifahrer mit ihr ins Hafengebiet gefahren sein und sie dort mehrfach vergewaltigt haben.

Gericht schließt Öffentlichkeit aus

Auf der Anklagebank saß nun am Montag ein bulliger, 26-jähriger Mann. Was er zu den Vorwürfen zu sagen hatte, erfuhr die Öffentlichkeit nicht. Das Gericht schloss die Zuschauer und Zuschauerinnen nach der Anklageverlesung vom Prozess aus.

Im Ermittlungsverfahren hatte er vor der Staatsanwaltschaft eingeräumt, die Frau damals gefahren zu haben. Die Vergewaltigung hatte er aber bestritten. Inzwischen fährt der Angeklagte kein Taxi mehr. Auf die Frage des Gerichts nach seinem Beruf sagte er, er werde demnächst als Müllmann arbeiten.

Nebenklägerin sagt als Zeugin aus

Die vergewaltigte junge Frau, die als Nebenklägerin in dem Prozess auftritt, wollte als Zeugin aussagen. Ursprünglich hatte die Staatsanwaltschaft dem Angeklagten auch die Beteiligung an einem zweiten Fall vorgeworfen. Diesen Anklagepunkt ließ die Strafkammer jedoch nicht zu. Die Richter sahen laut eines Gerichtssprechers keinen hinreichenden Tatverdacht.

Dieses Thema im Programm:

NDR 90,3 | NDR 90,3 Aktuell | 20.01.2020 | 12:00 Uhr

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