Stand: 11.02.2019 11:44 Uhr

Vorwürfe gegen Hamburger Tierschutzverein

Gegen den Hamburger Tierschutzverein, der das Tierheim in der Süderstraße betreibt, gibt es schwere Vorwürfe. Wie das "Hamburger Abendblatt" (Montagsausgabe) berichtete, geht es um angebliche Verstöße gegen das Tierschutzgesetz. Unter anderem soll ein Tierarzt als für das Tierheim verantwortlich eingetragen worden sein, obwohl er dieser Aufgabe nie zugestimmt habe. Außerdem soll das Heim gegen Impf- und Einreisevorschriften verstoßen haben. Zuletzt hatte sich das Personal mehrfach über die Leitung beklagt, dabei ging es unter anderem um Ausbeutung und Mobbing.

Das Bezirksamt Hamburg-Mitte zweifelt daran, dass das Tierheim eine qualifizierte Leitung hat. Impfpässe von Hunden seien falsch oder unvollständig ausgefüllt worden, sagte Bezirksamtsleiter Falko Droßmann (SPD). Weil der Verein auch Hunde aus Rumänien nach Deutschland holt, befürchtet Droßmann Probleme beim Seuchenschutz. Weil das Amt konkrete Zweifel an der Sorgfalt des Vereins habe, führten seine Amtstierärzte bereits seit einem Jahr intensive Kontrollen durch. Diese sollen laut Droßmann fortgeführt werden. Die Behörde würde sich um Hinweise auf Missstände kümmern..

Tierheim sieht Kontrollen als Schikane

Der Tierschutzverein bewertet die Kontrollen als Schikane. Der Verein mache bei seiner herausfordernden ehrenamtlichen Arbeit zwar Fehler. Dies passiere aber ohne Absicht. Außerdem gebe es einen Tierarzt, erklärte der Verein. Er beschäftigt nach eigenen Angaben rund 100 Angestellte und sorgt für 1.400 Tiere. Seit 2014 haben die Tierschützer knapp 600 Hunde aus Rumänien nach Hamburg geholt.

Dieses Thema im Programm:

NDR 90,3 | NDR 90,3 Aktuell | 11.02.2019 | 12:00 Uhr

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