Volkstrauertag: Hamburg gedenkt der Opfer von Krieg und Gewalt

Stand: 15.11.2020 21:26 Uhr

In der KZ-Gedenkstätte Neuengamme und am Mahnmal des Ohlsdorfer Friedhofs haben Hamburgische Bürgerschaft und Senat am Volkstrauertag der Opfer von Krieg und Gewalt gedacht. Bürgerschaftspräsidentin Carola Veit und Bürgermeister Peter Tschentscher (beide SPD) legten Kränze nieder.

Auch wenn die Corona-Pandemie für das Gedenken der Opfer beider Weltkriege und des Nationalsozialismus in diesem Jahr Einschränkungen mit sich bringe, "so wollen wir deutlich machen: unsere Erinnerung, unsere Mahnung muss und wird stets ihren Platz behalten", sagte Veit am Sonntag in Neuengamme. Die Erinnerung an die Vergangenheit sei eine Mahnung für die Zukunft, sagte Tschentscher in Ohlsdorf, "dass wir alle jeden Tag entschieden gegen jede Form von Antisemitismus, Rassismus und Fremdenfeindlichkeit eintreten."

Wegen der Corona-Krise war die Teilnehmerzahl an den Feierlichkeiten begrenzt worden. Eine ursprünglich für den Nachmittag geplante Gedenkstunde in der Hauptkirche St. Michaelis fiel Corona-bedingt aus.

Aufruf zu Toleranz und Frieden

Am Volkstrauertag wird der Toten von Krieg und Gewaltherrschaft gedacht. Der nationale Gedenktag für die Opfer der beiden Weltkriege und des Nationalsozialismus findet immer jeweils zwei Sonntage vor dem ersten Advent statt. Die Kranzniederlegungen und Gedenkstunden sollen zur Versöhnung und Völkerverständigung beitragen und rufen zu Toleranz und Frieden auf.

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Kränze in der Neuen Wache in Berlin. © dpa Bildfunk Foto: Jörg Carstensen

Volkstrauertag: Gedenken an Opfer von Gewalt

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Dieses Thema im Programm:

NDR 90,3 | NDR 90,3 Aktuell | 15.11.2020 | 13:00 Uhr

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