Der Angeklagte sitzt im Amtsgericht Hamburg. © NDR Foto: Elke Spanner

Vierstellige Geldstrafe für vorgetäuschte Corona-Infektion

Stand: 15.11.2021 16:13 Uhr

Vor dem Hamburger Amtsgericht war am Montag ein Mann angeklagt, der sein Gesundheitszeugnis gefälscht und sich eine Corona-Infektion attestiert hatte. Dafür wurde der 52-Jährige zu einer Geldstrafe von 1.560 Euro verurteilt.

Die Gerüstbaufirma des Angeklagten lief schlecht. Der 52-Jährige musste parallel bei einer anderen Firma jobben, um über die Runden zu kommen. Und dann ermittelte auch noch die Steuerfahndung gegen ihn. In seiner Verzweiflung entschied sich der Angeklagte für einen Ausweg, der ihn vor das Hamburger Amtsgericht brachte.

Angebliche Corona-Infektion sollte Vernehmung verhindern

Er fälschte ein Gesundheitszeugnis und attestierte sich selbst eine Corona-Infektion. In der Hoffnung, dass damit seine Vernehmung durch eine Steuerfahnderin wenige Tage später platzt. Vor Gericht zeigte sich der 52-Jährige sichtlich zerknirscht. Sein Urteil erkannte er sofort an. Was nun aus dem Steuerverfahren wird, ist bisher nicht bekannt.

Dieses Thema im Programm:

NDR 90,3 | NDR 90,3 Aktuell | 15.11.2021 | 16:00 Uhr

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