Stand: 07.12.2017 12:03 Uhr

Viele Hamburger leiden unter Verkehrslärm

Etwa 465.000 Hamburger sind täglich erheblichen Lärmbelastungen ausgesetzt - die Hälfte davon auch nachts. Das geht aus den neuesten Lärmkarten der Behörde für Umwelt und Energie hervor, über die das "Hamburger Abendblatt" berichtete. Bei mehr als 120.000 Menschen spricht das Umweltbundesamt sogar von gesundheitsgefährdenden Folgen. Als Langzeitfolgen gelten unter anderem Gehörschäden, Herzkrankheiten und Bluthochdruck. Verursacher sind in Hamburg vor allem Autos, aber auch Flugzeuge, der Zugverkehr, die Industrie und der Hafen.

Auch Randbezirke sind betroffen

Auf der Lärmkarte finden sich etwa 40 Schwerpunkte, unter anderem Hauptverkehrsstraßen wie Kieler Straße, Stresemannstraße, Mühlendamm und Wandsbeker Chaussee. Betroffen sind aber auch die Randbezirke, dazu zählen der Weidenbaumsweg in Hamburg-Bergedorf oder die Moorstraße in Harburg.

Bürgerbeteiligung bei Lärmaktionsplan geplant

Der Hamburger Senat hat zwar Gegenmaßnahmen ergriffen wie Tempolimits, Flüsterasphalt oder ein millionenschweres Schallschutzprogramm für Hausbesitzer. Kritiker jedoch bemängeln, das reiche bei Weitem nicht aus. Und tatsächlich hat sich seit der letzten Erhebung vor vier Jahren kaum etwas gebessert. Im kommenden Jahr will Hamburg den sogenannten Lärmaktionsplan von 2013 fortschreiben - unter Mithilfe der Bürger. Die Online-Plattform ist derzeit noch in Planung.

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Dieses Thema im Programm:

NDR 90,3 | NDR 90,3 Aktuell | 07.12.2017 | 11:00 Uhr

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