Der Angeklagte und sein Anwalt lehnen sich im Gerichtssaal über den Tisch, sie sind im Gespräch. © NDR Foto: Elke Spanner

Versuchter Mord an Polizistin: 33-Jähriger muss ins Gefängnis

Stand: 25.11.2021 13:55 Uhr

Im Prozess um einen Angriff auf eine Polizistin und einen Polizisten hat das Landgericht Hamburg am Donnerstag sein Urteil verkündet: Der 33 Jahre alte Angeklagte muss für vier Jahre und zehn Monate ins Gefängnis.

Die Gericht wertete es als Mordversuch, was sich am 27. Januar im Stadtteil Alsterdorf abgespielt hatte. Der 33-Jährige war nachts auf der Suche nach Alkohol in Gartenlauben unterwegs. Auf seinem Streifzug fand er ein Winkeleisen und nahm es mit, um eine Laube aufzubrechen. Dabei wurde er von einer Zivilpolizistin und ihrem Kollegen beobachtet. Als die Beamtin aus der Deckung einer Hecke kam, schlug der Angeklagte ihr mit einem Winkeleisen zwei Mal auf den Kopf. Er versuchte auch, den anderen Polizisten zu treffen. Als dieser ihm Pfefferspray ins Gesicht sprühte, rannte der Angeklagte weg.

Polizistin erlitt Platzwunden

Vor dem Landgericht sagte der 33-Jährige aus, er habe die Polizistin nicht töten, sondern nur einschüchtern wollen. Die Kammer aber wertete die Schläge auf den Kopf als versuchten Mord. Die Beamtin kam glücklicherweise mit Platzwunden davon. Das Ganze hätte aber auch ganz anders ausgehen können, meinte der Vorsitzende Richter.

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Ein Angeklagter steht in Hamburg in einem Gerichtssaal. Er soll nach einem versuchten einbruch auf Zivilbeamte eingeschlagen haben. © picture alliance / dpa Foto: Georg Wendt

Auf Polizisten eingeschlagen: Mann in Hamburg vor Gericht

Weil er mit einem Winkeleisen auf Polizisten eingeschlagen haben soll, muss sich ein 33-Jähriger wegen versuchten Mordes vor Gericht verantworten. (19.08.2021) mehr

Dieses Thema im Programm:

NDR 90,3 | NDR 90,3 Aktuell | 25.11.2021 | 14:00 Uhr

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