Verkehrssenator Tjarks: Autofahrer brauchen weiterhin Geduld

Stand: 16.08.2021 18:46 Uhr

Viele Autofahrerinnen und Autofahrer in Hamburg sind genervt. Sie stehen im Stau und ärgern sich über zahlreiche Baustellen. Hamburgs Verkehrssenator Anjes Tjarks (Grüne) äußerte sich am Montag im Gespräch mit dem Hamburg Journal des NDR Fernsehens dazu.

Tjarks sagte, niemand stehe gerne im Stau, auch er nicht. Der entscheidende Punkt sei aber, dass Hamburg ein starkes Wachstum der Verkehrsmenge in den vergangenen zehn Jahren gehabt habe. "Wir haben eigentlich zu viele Autos auf einer zu kleinen Infrastruktur." Dazu kämen unvorhersehbare Dinge wie Unfälle und dann gebe es auch Baustellen, "die wir versuchen bestmöglich zu koordinieren". So komme es auch zu Staus. "Das wird Ihnen kein Politiker dieser Welt abstellen können", sagte Tjarks.

Mehr als 700 Baustellen

In Hamburg stehen mehrere Autos im Stau.
Zahlreiche Baustellen sorgen für Staus in Hamburg.

Angesprochen auf Kritik, dass es eingerichtete Baustellen gibt, auf denen nicht gearbeitet wird, wo aber Fahrbahnverengungen schon zu Staus führen, entgegnete der Verkehrssenator, bei den mehr als 700 Baustellen in der Stadt gebe es Verspätungen bei etwa einem Prozent. "Das heißt, wir sind eigentlich gut im Zeitplan." Bei den Verspätungen gehe es meist um Witterungsgründe, bei denen man nichts tun könne. "Das was passiert versuchen wir zu optimieren, aber es ist eben auch so viel, es sind so viele Player mit an Bord, dass wir nicht jede Baustelle jeden Tag in jedem Detail kontrollieren können." Trotzdem sei es ein System, was gut laufe.

Behinderungen trotz Baustellenkoordination

Durch die Baustellenkoordination sollen verkehrliche Flüsse ermöglicht und Störungen minimiert werden, meinte Tjarks. Das bedeute aber nicht, dass es gar keine Behinderungen mehr gebe.

Große Baumaßnahmen auf Autobahnen

Auch weiterhin müssten die Verkehrsteilnehmerinnen und Verkehrsteilnehmer in Hamburg mit Beeinträchtigungen rechnen. Große Baumaßnahmen mit weitreichenden Auswirkungen auf den Verkehr gebe es auf den Autobahnen - vor allem auf der A1 und auf der A7 - noch bis Ende des Jahrzehnts. "Auf der A7 wird die längste Autobahnbrücke Deutschlands südlich des Elbtunnels saniert. Auf der A1 müssen wir die Norder- und die Süderelbbrücke machen. Und wenn wir damit fertig sind haben wir die Bahnbrücken. Und wir haben auch noch ein Thema mit der Freihafenelbbrücke." Das bedeute, es gebe weiterhin große Baumaßnahmen, es brauche daher Geduld von allen Verkehrsteilnehmerinnen und Verkehrsteilnehmern.

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Dieses Thema im Programm:

Hamburg Journal | 16.08.2021 | 19:30 Uhr

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