Stand: 27.12.2018 16:02 Uhr

Ver.di will viele Tarifverträge neu verhandeln

Die Dienstleistungsgewerkschaft ver.di richtet sich in Hamburg auf ein kämpferisches Jahr 2019 ein. Mehr als 100 Tarifverträge müssen neu verhandelt werden. Gleich zu Jahresbeginn geht es nach ver.di-Angaben um die Gehälter in den Hamburger Bezirksämtern. Angemessene und ordentliche Lohnerhöhungen seien das Ziel, erklärte die Gewerkschaft. Mit der Stadt Hamburg werde außerdem weiter an der tariflichen Umsetzung von zwölf Euro Mindestlohn pro Stunde gearbeitet, sagte der Landesbezirksleiter Berthold Bose.

Bezirksämter - Vorbild für die Wirtschaft

Das sei ein richtiger Schritt - auch als Vorbild für die Wirtschaft. Gerade in einer so teuren Stadt wie Hamburg. Tarifverhandlungen gibt es auch im Einzelhandel. Laut ver.di-Sprecher Bose sind nur noch 14 Prozent der Hamburger Einzelhandelsunternehmen tarifgebunden. Hier kämpft die Gewerkschaft für die sogenannte Allgemeinverbindlichkeitserklärung der Tarifverträge. Dann würde ein höherer Tarifabschluss allen Beschäftigten der Branche helfen, so Bose.

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Dieses Thema im Programm:

NDR 90,3 | NDR 90,3 Aktuell | 27.12.2018 | 16:00 Uhr

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