Veranstaltungsbranche fordert mehr Corona-Hilfen

Stand: 30.10.2020 19:48 Uhr

Am Hamburger Jungfernstieg haben am Freitag nach Angaben der Polizei rund 600 Beschäftigte der Veranstaltungsbranche demonstriert. Zwei Tage nach ihrem Protest in Berlin fordert die "Alarmstufe Rot" mehr Unterstützung aus der Politik in der Corona-Krise.

Die Veranstalter bräuchten dringend eine Finanzspritze. Wenn nicht bald mehr Hilfen kämen, würde eine ganze Branche mit bundesweit einer Million Beschäftigten sterben, so die Teilnehmerinnen und Teilnehmer.

"Uns steht das Wasser bis zum Hals"

"Die Lichter gehen bald aus!" und "Rettet über 9.000 Volksfeste!", hieß es auf Plakaten. Das Motto der Kundgebung lautete: "Alster in Flammen - #AlarmstufeRot". Grablichter standen neben Discolampen am Jungfernstieg. Zu sehen war ein Rettungsring, auf dem "Uns steht das Wasser bis zum Hals" stand, ein danebenliegendes Skelett samt Grabstein erinnerte an die Existenzängste der Beschäftigten.

Die Bundesregierung dürfe die Kultur nicht sterben lassen, sagte Dirk Wöhler vom Berufsverband. Der Schausteller und Vorsitzende des Landesverbands des Ambulanten Gewerbes, Sacha Belli, forderte in einer Wutrede eine Erstattung der Miesen vom November und Dezember. Zum Abschluss des Protests brannte ein Feuerwerk über der Alster ab.

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Dieses Thema im Programm:

NDR 90,3 | NDR 90,3 Aktuell | 30.10.2020 | 20:00 Uhr

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