Eine Radfahrerin ist in Hamburg auf dem neuen Fahrradweg des Ballindamms unterwegs. © picture alliance / dpa Foto: Christian Charisius

Velorouten-Ausbau: Eimsbüttel will Spitzenreiter bleiben

Stand: 10.11.2020 06:56 Uhr

Der Bezirk Eimsbüttel will auch im neuen Jahr die Nase beim Ausbau den Velorouten vorn haben. In ganz Hamburg wird der Bau von Radstreifen und Radwegen gesteigert.

Mindestens 60 Kilometer Radwege will der rot-grüne Senat im Neuen Jahr bauen. Deutlich mehr als bisher. Das führt in Hamburg zu vielen Baustellen - etwa ab 11. Januar auf der Elbchaussee. Besonders viel passiert zwischen Rotherbaum und Schnelsen, sagt Bezirksamtsleiter Kay Gätgens (SPD): "Eimsbüttel ist ja in den letzten fünf Jahren der Bezirk gewesen, der die meisten Radverkehrsanlagen gebaut hat. Wir haben natürlich den Anspruch, auf diesem Niveau weiterzuarbeiten."

Für vier Millionen Euro wird die Veloroute über den neuen Autobahndeckel Stellingen geführt. Gebaut wird auch in der Methfesselstraße, der Högenstraße, der Stresemannallee, der Niendorfer Straße und der Bismarckstraße. Und die Schlüterstraße an der Uni wird zur Fahrradstraße. Der Sozialdemokrat, selbst begeisterter Radfahrer Gätgens, sagt: "Das kann eben auch bedeuten, dass an der einen oder anderen Stelle Parkplätze, insbesondere die illegalen Parkplätze, wegfallen." Gätgens meint damit die Abstellmöglichkeiten auf Bauminseln.

Über hundert Parkplätze werden gestrichen

Allein im Univiertel werden über hundert Parkplätze gestrichen - was auch für Kritik sorgt. Meist müssten die Straßen sowieso saniert werden, sagt Gätgens über die Baustellen. Dabei werde der Raum neu verteilt: "Fakt ist, dass der Autoverkehr in den letzten zehn Jahren deutlich zurückgegangen ist. Insofern werden wir in Zukunft natürlich mehr für Radfahrer, Fußgänger und den Öffentlichen Nahverkehr tun."

Dieses Thema im Programm:

NDR 90,3 | NDR 90,3 Aktuell | 10.11.2020 | 08:00 Uhr

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