Stand: 21.04.2017 17:12 Uhr

Van Aken: G20-Großdemo soll friedlich bleiben

Ob es um die Hafenstraße, die Rote Flora, oder den 1. Mai geht: Hamburg hat schon viele Straßenschlachten zwischen linken Demonstranten und der Polizei erlebt. Bei den Protesten gegen den G20-Gipfel soll es aber friedlich bleiben. Das hofft jedenfalls Jan van Aken (Die Linke), der die Großdemonstration am 8. Juli in Hamburg organisiert. Einen direkten Aufruf zum Gewaltverzicht hält er für überflüssig, wie er am Freitag im Gespräch mit NDR 90,3 und dem Hamburg Journal sagte.

Fröhlicher und bunter Protest geplant

Es ist die Gretchenfrage an die Linke: Wie steht ihr zur Gewalt, wie wollt ihr sie auf Demonstrationen verhindern? Für die Großdemo gegen den G20-Gipfel gibt van Aken folgende Antwort: Von der Großdemo am 8. Juli werde keine Gewalt ausgehen. "Wir wollen alle gemeinsam fröhlich und bunt mit Kinderwagen und Rollstuhl von Anfang bis Ende gehen. Wenn es dort zu Auseinandersetzungen kommt, dann muss man auch mal gucken, was die Polizei dort macht, ob die von ihrer Seite aus friedlich bleibt. Aber sich jetzt von Menschen, die Blockaden planen, zu distanzieren, das werde ich nicht tun."

"Mit allen Seiten im Gespräch"

Damit es möglichst keine Gewalt gibt, sei er mit allen Seiten im Gespräch, sagt der Linken-Politiker. Sowohl mit den Linksautonomen als auch mit der Polizei. Sein Ziel sei es, dass es nicht die Bilder von Ausschreitungen sind, die um die Welt gehen. Sondern die von einem friedlichen Protest gegen Politik der Staats- und Regierungschefs.

Keine Alternative zu Heiligengeistfeld

Gleichzeitig räumt van Aken aber ein, dass es unter den Demonstranten auch Chaoten geben werde. Keine Abstriche will er beim zentralen Ort der Kundgebung machen: Die einzige Möglichkeit sei das Heiligengeistfeld, nur hier sei Platz für 100.000 Menschen. Er rechne damit, dass es in dieser Frage schon bald Gespräche mit dem Hamburger Senat und der Polizei-Führung geben were, so van Aken.

Ausnahmezustand in Hamburg

Bei dem Treffen von 19 Staats- und Regierungschefs sowie Vertretern der Europäischen Union am 7. und 8. Juli werden in der Hansestadt mehr als 100.000 Gegendemonstranten erwartet, darunter mehrere Tausend gewaltbereite Linksextremisten. Der Gipfel, zu dem auch US-Präsident Donald Trump, der türkische Präsident Recep Tayyip Erdogan und der russische Präsident Wladimir Putin kommen wollen, wird von mehr als 15.000 Polizisten beschützt.

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Dieses Thema im Programm:

NDR 90,3 | NDR 90,3 Aktuell | 21.04.2017 | 17:00 Uhr

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