Stand: 18.11.2019 14:13 Uhr

Untersuchungsgefangene behält Baby bei sich

Entgegen erster Pläne der Justizvollzugsanstalt in Hamburg-Billwerder darf eine junge Untersuchungsgefangene ihr Baby vorerst bei sich behalten. Die 22-Jährige kam am Montag zusammen mit ihrem Neugeborenen aus dem Krankenhaus zurück in Haft.

Im Arm das Baby, am Fuß eine Fessel. So hatte die junge Mutter ihr Wochenende im Krankenhaus in Bergedorf verbracht. Dort hatte die Frau am Donnerstag ihr Baby geboren. Zurück in die Untersuchungshaft sollte sie aber ohne ihr Kind. Das wollte die Gefängnisverwaltung in eine Pflegefamilie geben - obwohl das Jugendamt sich ausdrücklich dafür ausgesprochen hatte, das Neugeborene bei der Mutter zu belassen.

Justizbehörde: Trennung steht nicht an

Die mutmaßliche Serieneinbrecherin wurde vor wenigen Wochen auf frischer Tat ertappt und inhaftiert. Am Montag kam sie aus dem Krankenhaus in die Untersuchungshaft in Billwerder zurück - nun auf eine Mutter-Kind-Station. Aktuell würde keine Trennung anstehen, sagte eine Sprecherin der Justizbehörde NDR 90,3. Die Behörde würde derzeit alle Optionen einer langfristigen gemeinsamen Unterbringung von Mutter und Kind prüfen.

Diese könnte auch außerhalb Hamburgs liegen. Zum Beispiel im Gefängnis in Vechta, wo es eine zertifizierte Mutter-Kind-Station gibt. Die hatte die Amtsrichterin ins Spiel gebracht, die einer staatlichen Inobhutnahme des Kindes ursprünglich zugestimmt hatte.

Dieses Thema im Programm:

NDR 90,3 | NDR 90,3 Aktuell | 18.11.2019 | 14:00 Uhr

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