Stand: 20.04.2019 06:22 Uhr

Unfallklinik Boberg prüft Neubau

Das Unfallkrankenhaus in Boberg ist bekannt für die Behandlung von Patienten mit Querschnittslähmungen und starken Verbrennungen.

Eine Klinik in den Dünen. Eine Oase der Ruhe für die Patienten. Und eines der modernsten Unfallkrankenhäuser Europas: Mit diesen Worten wurde am 21. Mai 1959 das BG Klinikum als "Unfallnachbehandlungskrankenhaus Hamburg" in den Boberger Dünen eröffnet. Doch jetzt, im 60. Jahr des Bestehens, beginnen die Planungen für die nächsten Jahrzehnte. Nach Informationen von NDR 90,3 prüft die Klinik sowohl eine Modernisierung am bisherigen Platz als auch einen Neubau an einem anderen Standort.

Zwischen B5 und Naturschutzgebiet

Auf dem bisherigen Gelände ist nach Angaben des Klinikums möglicherweise zu wenig Platz, weil es auf der nördlichen Seite von der Bundesstraße 5 begrenzt ist und auf den anderen Seiten vom Naturschutzgebiet Boberger Niederung.

Entscheidung wohl im Mai

Falls tatsächlich die Entscheidung für einen Neubau fällt und es in Bergedorf ein geeignetes Grundstück gibt, will das Unfallkrankenhaus dem Standort Bergedorf treu bleiben. Spekulationen, dass der Neubau eine halbe Milliarde Euro teuer werden könnte, will das Krankenhaus nicht kommentieren. Eine Entscheidung könnte Mitte Mai fallen - kurz vor den Feierlichkeiten zum 60-jährigen Bestehen.

Eigentümer der Klinik ist die gesetzliche Unfallversicherung. Weit über Hamburg hinaus ist das Boberger Krankenhaus bekannt für die Behandlung von Patienten mit Querschnittslähmungen und starken Verbrennungen.

Gesundheitsbehörde: "Ein Leuchtturm für die Region"

Es wäre der zweite Neubau eines Krankenhauses in Hamburg in den kommenden Jahren - auch die Asklepios Klinik Altona soll neu errichtet werden. Die Hamburger Gesundheitsbehörde zeigt sich auf Anfrage von NDR 90,3 erfreut von den Plänen, weil das Unfallkrankenhaus ein "Leuchtturm für die Gesundheits- und Metropolregion Hamburg" sei.

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Dieses Thema im Programm:

NDR 90,3 | NDR 90,3 Aktuell | 20.04.2019 | 07:00 Uhr

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