Unendliche Geschichte: Was wird aus der Schiller-Oper?

Stand: 02.01.2021 12:30 Uhr

Die Eigentümerin hat zum Jahreswechsel eine letzte Frist verstreichen lassen. Jetzt will die Stadt Hamburg die denkmalgeschützte Struktur der baufälligen Schiller-Oper sichern - auf Kosten der Eigentümerin.

Kultursenator Carsten Brosda (SPD) bedauert, dass das Stahlgerüst auch nach dem gerichtlichen Vergleich mit der Schilleroper GmbH ungeschützt verfällt. Im Sommer hatten sich Eigentümerin und Denkmalschutzamt nach jahrelangem Rechtsstreit eigentlich geeinigt: Bis Jahresende sollte der metallene Zirkusbau aus dem 19. Jahrhundert demnach gesichert werden - passiert ist nichts.

Der Eigentümerin droht deshalb jetzt eine Geldstrafe in Höhe von 50.000 Euro, und: Die Stadt kann die Sicherungsmaßnahmen übernehmen und dann in Rechnung stellen. Einen entsprechenden Bauantrag hat die Stadt schon im Oktober gestellt. Sobald die Genehmigungen da sind, sollen die Arbeiten ausgeschrieben werden, heißt es aus der Kulturbehörde.

Streit um die Schiller-Oper seit 2014

"Im Sinne des Erhalts und der Nutzung dieses Denkmals, sind wir aber weiter bereit gemeinsam mit den Eigentümern eine Lösung zu finden", sagte der Kultursenator. Nach Informationen von NDR 90,3 ist auch im Gespräch die alte Struktur abzubauen, auszubessern und dann neu zu errichten. Seit 2014 wird um die Sicherung der historischen Stahlkonstruktion gestritten.

Die Schiller-Oper in den 1920er-Jahren und heute:

Die Schilleroper in Hamburg Foto: Balster Die Schilleroper in Hamburg Foto: Oliver Diedrich
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Die Schilleroper in Hamburg  Foto: Oliver Diedrich

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Dieses Thema im Programm:

NDR 90,3 | NDR 90,3 Aktuell | 02.01.2021 | 13:00 Uhr

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