Stand: 20.11.2019 09:53 Uhr  - NDR 90,3

Umweltverbände wehren sich gegen Hafenumbau

Gegen die Pläne für den Hafenumbau in Steinwerder Süd wehren sich zwei Umweltverbände. Sie haben fristgerecht mehrseitige Einwendungen bei der Planfeststellungsbehörde eingereicht und wollen notfalls später klagen.

Hafenbecken werden zugeschüttet

Mehr als 30 Hektar Terminalfläche will die Hamburger Hafenverwaltung Hamburg Port Authority (HPA) südlich der Werft Blohm + Voss schaffen - auf einem Areal, das früher zum großen Teil vom Umschlagsunternehmen Buss genutzt wurde und schon lange brach liegt. Um dort auch größere Schiffe abfertigen zu können, sollen mehrere Hafenbecken ganz oder teilweise zugeschüttet werden.

Sowohl der Förderkreis Rettet die Elbe als auch die Arbeitsgemeinschaft Naturschutz Hamburg haben dagegen nach Informationen von NDR 90,3 schriftlich ihre Bedenken vorgebracht. Die Frist für Einwendungen endete am Montag um Mitternacht. Zur AG Naturschutz gehören unter anderem der Naturschutzbund NABU, der Botanische Verein und die Schutzgemeinschaft Deutscher Wald.

Verbände kritisieren schwindenden Flutraum

Die Verbände kritisieren in erster Linie, dass durch den Umbau in Steinwerder im Hamburger Hafen Flutraum für die Elbe verschwinde, weil neues Land geschaffen werde. Ausgleich dafür gebe es im Hafen nicht, bemängelt Monika Bock von der AG Naturschutz. Klaus Baumgardt von "Rettet die Elbe" sagt, es gebe aktuell gar keinen Bedarf für neue Flächen im Hafen. "Auf Verdacht werden leere Parzellen im Hafen gebaut."

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Dieses Thema im Programm:

NDR 90,3 | NDR 90,3 Aktuell | 20.11.2019 | 10:00 Uhr

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