Stand: 07.08.2018 10:55 Uhr

Umschlagsrückgang vergrößert Sorgen im Hafen

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Der Präsident des Unternehmensverbands Hafen Hamburg, Gunther Bonz (Archivfoto), beklagt unter anderem die vielen Baustellen.

Der Hamburger Hafen fällt im Vergleich mit der Konkurrenz in Nordeuropa weiter zurück: Im ersten Halbjahr ging der Gesamtumschlag im Vergleich zum gleichen Zeitraum des Vorjahrs um zwei Prozent zurück - und etwa genauso viel beim Umschlag von Containern. So lautet die traurige Bilanz des Präsidenten des Unternehmensverbands Hafen Hamburg, Gunther Bonz. Das "Hamburger Abendblatt" hatte zuerst darüber berichtet.

Bonz beklagt die schlechte Anbindung

Besonders dramatisch sei der Rückgang beim Umschlag von Schwergut wie etwa von großen Industrieanlagen und Maschinen, die nicht in Container passen, so Bonz. Hier sind die Spediteure darauf angewiesen, dass sie den Hafen vom Binnenland aus mit Schwertransporten erreichen können. Angesichts maroder Brücken und zahlreicher Baustellen in der Stadt und im Umland würden sich immer mehr Unternehmen aber weigern, diese Ladung überhaupt noch nach Hamburg zu schicken.

Konkurrenzhäfen mit besseren Zahlen

Während Hamburg verliert, legen die Konkurrenten in Rotterdam (um sechs Prozent) und Anwerpen (um acht Prozent) beim Containerumschlag zu - ähnlich wie im gesamten vergangenen Jahr. Die offizielle Halbjahresbilanz will die stadteigene Hafen Marketing Gesellschaft in der übernächsten Woche vorlegen.

Dieses Thema im Programm:

NDR 90,3 | NDR 90,3 Aktuell | 07.08.2018 | 12:00 Uhr

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