Stand: 27.09.2018 12:02 Uhr

Überfall in Seniorenheim: Angeklagte gesteht

Im Prozess um den brutalen Überfall auf eine 93-Jährige im Hamburger Stadtteil Poppenbüttel hat die Angeklagte den Angriff mit einem Messer weitgehend eingeräumt. "Ich kann nicht sagen, wie sehr ich mich schäme für das, was ich Frau B. angetan habe", hieß es am Donnerstag in einer Erklärung der 39-Jährigen, die ihr Verteidiger verlas.

"Ich bin kein Monster"

In der Zeit vor der Tat habe sie viele Drogen und Medikamente genommen. Sie habe nicht mehr nach Arbeit suchen können. Angesichts ihrer Geldprobleme habe sie sich manchmal durch Diebstahl, Betrug und Einbrüche finanziert. Am Morgen des 10. März habe sie ihren Rucksack und ein Messer genommen und sei zu der Seniorenwohnanlage gefahren, in der sie mal gearbeitet habe. "Ich hatte nicht vor, jemanden zu töten", versicherte die Angeklagte. Ihr sei es allein ums Geld gegangen. Sie sei froh, dass die Seniorin überlebt habe. "Sie müssen denken, dass ich ein Monster bin, aber das bin ich nicht. Ich brauche Hilfe und weiterhin Therapie." Mit diesen Worten endete die Erklärung der Angeklagten.

Anklage: Versuchter Mord

Der 39-Jährigen wird versuchter Mord und schwerer Raub vorgeworfen. Sie soll der alten Dame 32 Stich- und Schnittverletzungen zugefügt haben. Bei dem Überfall erbeutete sie laut Anklage 400 Euro Bargeld.

Weitere Informationen

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Dieses Thema im Programm:

NDR 90,3 | NDR 90,3 Aktuell | 27.09.2018 | 13:00 Uhr

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