Stand: 13.03.2018 07:25 Uhr

U5: Der Senat prüft Alternativ-Strecken

Der Hamburger Senat und die Hochbahn tüfteln derzeit an einer neuen Variante für den westlichen Abschnitt der geplanten U-Bahnlinie 5. Das Ziel ist eine möglichst kurze Strecke, die möglichst viele Anwohner erreicht. Denn der Bund leistet nur dann einen Zuschuss von 60 Prozent, wenn die Kosten für die neue U-Bahn nicht durch die Decke gehen.

Eine Abkürzung ist denkbar

Die Strecke könnte aus Richtung Universität unter der Grindelallee und Hoheluftchaussee verlaufen, auf Höhe der Gärtnerstraße abzweigen, um über den Lohkoppelweg und die Haltestelle Hagenbecks Tierpark zu den Arenen im Volkspark und den Osdorfer Born zu führen. Ursprünglich war eine Abzweigung am Siemersplatz geplant. Mit der Variante würde man zwei Kilometer einsparen. Verkehrsstaatsrat Andreas Rieckhof (SPD) sagte NDR 90,3, es stelle sich die Frage, ob man am Siemersplatz in Hamburg-Lokstedt ende oder "eine Abkürzung durch Lokstedt nach Stellingen" nehme.

Eine Streckenführung über den Siemersplatz oder eine Abkürzung quer unter Lokstedt durch? Beide Möglichkeiten werden derzeit geprüft.

Der Vorteil aus Sicht der Planer: In Stellingen könnten Fahrgäste zwischen der neuen U5 und der S-Bahn umsteigen. "Unsere allerdings vorläufigen Berechnungen haben ergeben, dass es viele Umsteiger von der S-Bahn geben wird, die zum Beispiel Richtung Uni fahren wollen", so Rieckhoff weiter. Zwischen S- und U-Bahn würde ein Ring entstehen. Die Kosten jedoch sind noch unklar.

Fast eine halbe Milliarde Euro für U4-Verlängerung

Mehr Klarheit gibt es bei der Verlängerung der U4 zur Horner Geest: Die knapp drei Kilometer lange Strecke soll 465 Millionen Euro kosten. Das geht aus der ersten Kalkulation der Baukosten durch die Hochbahn hervor, die NDR 90,3 vorliegt.

Pro Kilometer kostet der Ausbau der U-Bahn-Linie damit rund 180 Millionen Euro. 2,6 Kilometer sind es vom Bahnhof Horner Rennbahn bis zur neuen Endstation Dannerallee. Immerhin: Große Verteuerungen schließt die Hochbahn aus. Kosten für Unvorhergesehenes und Preissteigerungen seien laut Technik-Vorstand Jens-Günter Lang bereits eingeplant.

Baubeginn an der U4 wohl Ende 2019

Das meiste Geld soll auch hier vom Bund kommen. Der Kilometer kostet 40 Millionen Euro mehr als bei der U4 zu den Elbbrücken. Dort gab es aber nur eine Haltestelle, argumentiert Lang: "Jetzt haben wir drei Haltestellen. Und wir müssen dann die bestehende U2 unterqueren. Das heißt, wir müssen sozusagen unter einer U-Bahnlinie hindurchtauchen." Gebaut wird in einer offener Baugrube. Start ist Ende nächsten Jahres.

Dieses Thema im Programm:

NDR 90,3 | NDR 90,3 Aktuell | 13.03.2018 | 06:00 Uhr

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