Stand: 09.12.2019 18:36 Uhr  - NDR 90,3

U-Bahn-Haltestelle Oldenfelde ist eröffnet

Hamburgs Erster Bürgermeister Peter Tschentscher (SPD) hat am Montagnachmittag die neue U-Bahn-Haltestelle Oldenfelde im Stadtteil Rahlstedt eingeweiht. Sie befindet sich auf der Linie U1 zwischen den Stationen Farmsen und Berne. Mit ihr bekommen rund 4.500 Anwohnerinnen und Anwohner erstmals fußläufig einen Anschluss an das Hamburger S- und U-Bahn-Netz. Die Reisezeit zum Hauptbahnhof halbiert sich für sie zum Beispiel auf rund 20 Minuten. Selbst diejenigen, die Autofahren wollen oder müssen, würden profitieren, wenn mehr Verkehr auf die klimaneutralen U- und S-Bahnen verlagert werde, sagte der Erste Bürgermeister.

Anwohner in Planungen eingebunden

Die Anwohnerinnen und Anwohner wurden frühzeitig in die Planungen eingebunden, viele Vorschläge wurden laut Hochbahn berücksichtigt. Zum Beispiel wird der unterirdische Durchgang auch außerhalb der Betriebszeiten offen bleiben und so dazu beitragen, dass Oldenfelde dichter zusammenwächst. Auf einen Kiosk wurde auf Wunsch der Anwohnerinnen und Anwohner verzichtet. Sie befürchteten Lärm oder gar eine Trinkerszene vor dem Kiosk.

240 Stellplätze für Räder

Zudem erhielt die Station aus Lärmschutzgründen nur einen Zugang. Statt einer Stützwand gibt es auf der östlichen Seite einen begrünten Bahndamm. Darüber hinaus gibt es eine "Bike&Ride"-Anlage mit rund 350 Stellplätzen für Fahrräder.

Die Haltestelle Oldenfelde liegt im Bereich Busbrookhöhe/Am Knill und verfügt über einen Bahnsteig mit 125 Metern Länge. Dieser wird von einem rund 83 Meter langen und 10 Meter breiten Dach überspannt. Die Bauarbeiten für die Haltestelle Oldenfelde hatten im Februar 2018 begonnen und wurden laut Hamburger Hochbahn trotz Wassereinbruchs bei einem Starkregen planmäßig abgeschlossen. Auch der erwartete Kostenrahmen von 20 Millionen Euro sei eingehalten worden.

Hochbahn-Chef Henrik Falk dankte am Montag vor allem den beteiligten Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern der Hochbahn und den externen Firmen. "Das kriegt man nicht hin ohne Leidenschaft", sagte er. Hochbahn-Projektleiter Volker Schmidt berichtete bei der Eröffnung aber auch von Problemen. "Schwierig war vor allem das Wasser: Von oben und von unten." Starke Regenschauer hätten die Baustelle unter Wasser gesetzt, zusätzlich stießen die Bauarbeiter auf Grundwasser an Stellen, an denen sie es nicht vermutet hätten.

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Dieses Thema im Programm:

NDR 90,3 | NDR 90,3 Aktuell | 09.12.2019 | 16:00 Uhr

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