Stand: 29.03.2018 12:00 Uhr

Tschentscher: Zwölf Euro Mindestlohn bei Stadt

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Hamburgs Erster Bürgermeister Peter Tschentscher war an seinem ersten Arbeitstag zu Gast bei NDR 90,3.

Bei der Stadt Hamburg und ihren Tochterunternehmen sollen künftig alle Beschäftigten mindestens zwölf Euro pro Stunde verdienen. Das kündigte der neue Erste Bürgermeister Peter Tschentscher (SPD) am Donnerstag im Gespräch mit NDR 90,3 an. Er freue sich auf die neue Aufgaben, sagte er einen Tag nach seiner Wahl.

Bewährtes fortsetzen - das ist der Plan von Tschentscher. Wichtigstes Thema sei natürlich der Wohnungsbau, sagte er. Sein Ziel sei ein noch höherer Anteil für Wohnungen mit günstigen Mieten: "Das Thema bewegt uns alle."

Dafür müssten die richtigen Vereinbarungen getroffen werden: "Das heißt, dass sie Mietbindungen vereinbaren, nicht nur für klassischen Sozialwohnungsbau, sondern auch für ein Segment das etwas drüber liegt - also wo Leute ein bischen mehr verdienen, aber nicht so viel, dass sie sich zwölf Euro pro Quadratmeter leisten können", erklärte Tschentscher. "Da gibt es vieles, was man machen kann. Und wir sind im Mietniveau deutlich niedriger als vergleichbare Großstädte."

Zum Leben in Hamburg gehört anständige Bezahlung

Zum Leben in einer Stadt wie Hamburg gehöre auch ein anständige Bezahlung: "Man braucht, wenn man ehrlich ist, zum Leben nicht nur den Mindestlohn von 8,50 Euro. Denn wenn man das mal durchrechnet und man auch noch ein Kind großziehen möchte, dann braucht man zwölf Euro pro Stunde, das ist die Größenordnung."

Die Stadt Hamburg sei schon einmal Vorreiter gewesen beim Thema Mindestlohn, so Tschentscher weiter. "Und unser nächster Schritt wird sein, dass wir mit unseren öffentlichen Unternehmen und den Gewerkschaften Tarifverträge vereinbaren, wo auch für die unteren Lohngruppen mindestens zwölf Euro pro Stunde dabei entsteht." Das Thema höherer Mindestlohn hatte bereits Tschentschers Vorgänger Olaf Scholz angeschoben. Der neue Erste Bürgermeister aber will es nun offenbar tatsächlich auch umsetzen.

Viele Baustellen gehören dazu

Auch der Verkehr war Thema beim Gespräch mit NDR 90,3. Auch ihn nerve der Stau gelegentlich, sagte der Bürgermeister. "Aber wir müssen es hingekommen, dass wir unsere Stadt in Ordnung bringen. Dazu gehören nicht nur Straßen und Schulen - dazu gehören leider auch viele Baustellen." Jetzt müssten die Hamburger ihn erstmal kennenlernen und merken, welche neue Ideen er noch für Hamburg hat.

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Dieses Thema im Programm:

NDR 90,3 | NDR 90,3 Aktuell | 29.03.2018 | 08:00 Uhr

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