Stand: 30.03.2020 12:41 Uhr  - Hamburg Journal

Trotz Corona: Der Strom fließt

Die Corona-Krise ist in ganz Hamburg sichtbar: leere Straßen, geschlossene Geschäfte, viele Beschäftigte im Homeoffice. Während das öffentliche Leben runterfährt, läuft der Betrieb beim Stromnetz Hamburg auf Hochtouren, um Hamburg auch in der aktuellen Krise mit Strom zu versorgen.

Strom auf Tausenden Kilometern

Auch wenn der Stromverbrauch laut Karin Pfäffle, Geschäftsführerin von Stromnetz Hamburg, in der Stadt zurückgegangen sei, laufe die Stromversorgung weiter: durch 29.000 Kilometer Stromleitungen, die in Hamburg miteinander vernetzt sind. Dabei sind alle 55 Umspannwerke an das Stromnetz angeschlossen. Rund drei Terawattstunden werden ständig eingespeist.

Stromnetz Hamburg gründete Corona-Kreis

Die Mitarbeiter in der Netzführung überwachen das Hamburger Leitungsnetz. © NDR/ADAMfilm/Stromnetz Hamburg
Die Mitarbeiter von Stromnetz Hamburg überwachen die Stromversorgung rund um die Uhr.

Angesichts der Corona-Pandemie gründete Stromnetz Hamburg vor drei Wochen eine Arbeitsgruppe, den sogenannten Corona-Kreis. "Der tagt nahezu täglich und wir beobachten jederzeit die Situation", so Pfäffle. Hinsichtlich der Schutzmaßnahmen für die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter erklärte sie: "Wir haben uns sehr früh schon an die Hinweise der Bundesregierung, aber auch an die Hinweise der örtlichen Gesundheitsbehörde gehalten." So seien alle Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter, die können, "ins mobile Arbeiten geschickt" worden. 

Kein Homeoffice bei der Leitstelle

Die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter in der Leitstelle des städtischen Netzbetreibers können allerdings nicht von zu Hause aus arbeiten. Sie arbeiten vor Ort in Schichten und mit Notdienstplänen, um die sensible Infrastruktur der Stromversorgung rund um die Uhr aufrecht zu erhalten. Damit auch sie vor dem Coronavirus geschützt sind, gäbe es Pfäffle zufolge zusätzliche Vorsichtsmaßnahmen wie die Einhaltung eines Mindestabstands.

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Hamburg Journal | 29.03.2020 | 19:30 Uhr

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