Ein Flüchtling aus Syrien, schraubt während seiner Ausbildung in Hamburg an einer Schalterleiste. © picture alliance / dpa Foto: Daniel Bockwoldt

Trotz Corona: Viele Schüler finden Ausbildungsplatz

Stand: 02.12.2021 14:25 Uhr

Trotz Corona-Pandemie und weniger Lehrstellen haben in diesem Jahr etwa genauso viele Stadtteilschülerinnen und -schüler direkt nach ihrem Abschluss einen Ausbildungsplatz gefunden wie im Vor-Corona-Jahr 2019. Insgesamt seien 41 Prozent der Absolventen direkt in eine Ausbildung gewechselt, teilte die Schulbehörde am Donnerstag mit.

Das seien bei einer geringfügig kleineren Gesamtschülerzahl 0,6 Punkte mehr als 2019. Damals fanden den Angaben zufolge 1.698 Jugendliche sofort eine Lehrstelle. Diesmal seien es 1.692 Jugendliche gewesen. Schulsenator Ties Rabe (SPD) und der Chef der Hamburger Arbeitsagentur, Sönke Fock, zeigten sich sehr zufrieden. Denn inklusive jener Schülerinnen und Schüler, die erst nach einem Jahr und diversen Fördermaßnahmen in eine Ausbildung kamen, zählte die Behörde 2021 insgesamt 3.155 neue Azubis in den 320 angebotenen Ausbildungsberufen. Das entspreche rund 76 Prozent der durchschnittlichen Jahrgangsstärke der Schulabgänger an den Stadtteilschulen nach der 10. Klasse.

Rabe: Früher schafften nur 25 Prozent den Übergang

"Vor sieben, acht Jahren waren es nur 25 Prozent derjenigen, die mit Haupt- oder Realschulabschluss die Schule verlassen haben, die dann im Anschluss nach den Sommerferien eine Ausbildung beginnen konnten", sagte Rabe. Inzwischen werde aber schon in der Schule mit der Berufsvorbereitung begonnen. "Da werden Praktika gemacht, da werden die eigenen Stärken analysiert und Lehrkräfte beraten und begleiten die Schülerinnen und Schüler, damit sie sich über ihren Berufswunsch im Klaren werden."

Jugendberufsagentur bietet Hilfe

Wer nicht direkt nach dem Abschluss eine Lehrstelle findet, dem hilft die in jedem Bezirk angesiedelte Jugendberufsagentur, die über Behördengrenzen hinweg alle Jugendlichen im Blick hat. Und wer nicht direkt etwas findet, wird in Hamburgs Berufsschulen auch ohne Lehrstelle auf seinen Wunschberuf vorbereitet.

Fock sagte, es habe in diesem Jahr insgesamt rund 200 Bewerberinnen und Bewerber weniger gegeben als im Vorjahr. Die Corona-Pandemie habe aber auch auf dem Ausbildungsmarkt deutliche Spuren hinterlassen. So habe es etwa in den Bereichen Gastronomie, Hotellerie oder der Kultur Einbrüche gegeben, während etwa in den Gesundheits- und Erziehungsberufen, in der Pflege, in der Logistik oder in der öffentlichen Verwaltung das Angebot gestiegen sei. Insgesamt sei die Zahl der Ausbildungsplätze immer noch höher als die Nachfrage.

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Jugendliche in der handwerklichen Berufsausbildung. © Fotolia.com Foto: industrieblick

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Dieses Thema im Programm:

NDR 90,3 | NDR 90,3 Aktuell | 02.12.2021 | 17:00 Uhr

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