Im Prozess um einen tödlichen Verkehrsunfall sitzt der Angeklagte im Saal des Amtsgerichts Wandsbek. © NDR Foto: Elke Spanner

Tödlicher Verkehrsunfall: Geldstrafe wegen Fahrerflucht

Stand: 15.12.2021 20:55 Uhr

Nach einem tödlichen Verkehrsunfall in Hamburg-Wandsbek vor einem Jahr wurde am Mittwoch ein 22-Jähriger vom Amtsgericht wegen Fahrerflucht und unterlassener Hilfeleistung zu einer Geldstrafe von 120 Tagessätzen verurteilt.

Der Unfall hatte sich im Oktober 2020 abgespielt: Laut Polizei wollte ein 25-Jähriger trotz roter Ampel die Wandsbeker Chaussee überqueren, als er von einem Kleinwagen erfasst wurde. Der damals 21 Jahre alte Fahrer flüchtete nach dem Zusammenstoß zunächst vom Unfallort, stellte sich aber wenig später der Polizei. Er war mit Tempo 60 auf der mittleren Spur unterwegs. Der 25-Jährige erlag kurze Zeit später seinen Verletzungen.

Angeklagter: "Ich war unter Schock"

"Ich war unter Schock", sagt der Angeklagte am Mittwoch vor Gericht. "Sie haben einen sterbenden Menschen zurückgelassen," hielt ihm der Staatsanwalt entgegen. Vor Gericht waren sich aber alle einig, dass der 22-Jährige keine Schuld an dem tödlichen Unfall hat. "Sie wurden in den Vorfall reingerissen, ohne dass Sie etwas dafür konnten", sagt die Richterin. Aber, fügte sie hinzu: "Da ist ein Mensch zu Tode gekommen."

Dieses Thema im Programm:

NDR 90,3 | NDR 90,3 Aktuell | 15.12.2021 | 19:00 Uhr

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