Stand: 10.01.2019 11:52 Uhr

Tödliche Schüsse in Steilshoop: Geständnis

Es war wie eine Hinrichtung: Mit mehreren Schüssen hat ein Mann am 13. Juli 2018 einen 26-Jährigen vor einem Fitnessstudio im Hamburger Stadtteil Steilshoop getötet. Hintergrund war ein Streit im Rockermilieu. Seit Donnerstag muss sich der mutmaßliche Todesschütze wegen Mordes vor dem Schwurgericht verantworten.

Streit um Geld

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Die tödlichen Schüsse fielen auf dem Parkplatz vor einem Fitnessstudio in der Steilshooper Allee.

Es ging um Geld. Und um Ehre, wie der Angeklagte sagte. Der 23-Jährige hatte seinem alten Freund 8.000 Euro geliehen, damit der sich ein Motorrad kaufen konnte. Das brauchte er, um in die Rockergruppe Bruderschaft Hamburg aufgenommen zu werden. Er zahlte das Geld aber nicht zurück. Seit Wochen gab es darum Streit. Beschimpfungen, Bedrohungen, dann die Eskalation: Der mutmaßliche Täter lauerte seinem Opfer laut Anklage vor dem Fitnessstudio in der Steilshooper Allee auf und schoß ihm gezielt in Kopf und Oberkörper. Der 26-Jährige starb noch am Tatort.

"Ja, ich habe geschossen"

"Ja, ich habe geschossen", gestand der Schütze vor dem Landgericht. Er ist ein bulliger Typ mit kahlrasiertem Nacken. Heute tue ihm das leid. Niemand habe den Tod verdient, sagte er. Er will seinem Opfer aber nicht aufgelauert, sondern aus Angst im Affekt geschossen haben. Die afghanische Familie des Opfers soll noch am Tatort Rache geschworen haben.

Weitere Informationen

Schüsse in Steilshoop: Mord wegen Schulden?

Vor einem Fitnessstudio in Hamburg-Steilshoop ist ein 26-Jähriger erschossen worden. Womöglich hatte er Schulden bei dem Tatverdächtigen. Der sitzt in Untersuchungshaft. (15.07.2018) mehr

Dieses Thema im Programm:

NDR 90,3 | NDR 90,3 Aktuell | 10.01.2019 | 12:00 Uhr

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