Stand: 28.04.2018 12:56 Uhr

Tödliche Messerattacke: Zeuge meldet sich

Zwei Wochen nach der tödlichen Messerattacke auf eine Frau und ihre einjährige Tochter am Hamburger Jungfernstieg hat sich ein wichtiger Zeuge bei der Polizei gemeldet. Die Polizei startete am Freitag eine öffentliche Suche nach dem Mann, der der aktuelle Freund der getöteten Frau sein soll. Er hatte den Angriff am 12. April aus nächster Nähe miterlebt und war dann aus dem Bahnhof geflüchtet, möglicherweise aus Angst vor dem Angreifer. Jetzt konnte er von der Mordkommission befragt werden. Was er ausgesagt hat, ist bisher unklar. Der 33-jährige Mann aus Ghana hält sich möglicherweise illegal in Deutschland auf. Nach seiner Zeugenvernehmung ist deshalb ein Ermittlungsverfahren gegen ihn eingeleitet worden.

Sorgerechtsstreit um die Tochter

Seit der Bluttat sitzt der Ex-Freund der getöteten Frau in Untersuchungshaft. Er war kurz nach der Tat festgenommen worden. Die Frau hatte ihren Ex-Freund den Ermittlungen zufolge angezeigt, weil er sie und das Kind bedroht hatte. Es habe ungewollte Kontakte zwischen den Eltern gegeben, bei denen der 33-Jährige die Mutter verfolgt habe.

Die Polizei habe ihn mit einer sogenannten Gefährder-Ansprache verwarnt, sagte eine Sprecherin der Staatsanwaltschaft. Auf Gewalttätigkeiten fand sich in den Akten demnach aber kein Hinweis. Die Staatsanwaltschaft geht davon aus, dass ein verlorener Rechtsstreit vor dem Familiengericht Auslöser für die Messerattacke war.

Dieses Thema im Programm:

NDR 90,3 | NDR 90,3 Aktuell | 28.04.2018 | 11:00 Uhr

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