Stand: 05.08.2020 15:11 Uhr

Tod nach Faustschlag: Mann schweigt vor Gericht

Vor dem Hamburger Landgericht ist 48 Jahre alter Mann wegen Körperverletzung mit Todesfolge angeklagt. Er soll im März diesen Jahres im Hamburger Stadtteil St. Pauli einen 60 Jahre alten Mann so mit der Faust niedergeschlagen, dass der an Kopfverletzungen verstorben war. Warum die beiden Männer damals miteinander in Streit gerieten ist unklar.

Angegriffener fiel mit Wucht auf Hinterkopf

Am Mittwoch saß der Angeklagte, ein grauhaariger Mann mit Kapuzenjacke, mit gelangweilt wirkendem Blick im Gericht und schwieg. Am Tag der Auseinandersetzung soll er zwei Begleitern unterwegs gewesen sein. Die anderen Männer konnte die Polizei aber nicht ermitteln. Fest steht, dass sich die beiden Gruppen in der Nacht des 13. März 2020 in der Hein-Hoyer-Strasse begegneten. Es kam zu einer Auseinandersetzung, bei der der Angeklagte den anderen Mann ins Gesicht geboxt haben soll. Der fiel mit so starker Wucht auf den Hinterkopf, dass er einen Schädelbruch erlitt. Trotz anschließender Rettungsmaßnahmen und einer tagelangen intensivmedizinischen Behandlung verstarb er an seinen Verletzungen.

Der Angeklagte ist wegen einer ähnlichen Tat bereits vorbestraft. Vor zwei Jahren war er an einem Busbahnhof mit einem Mann in Streit geraten und hatte ihm mehrfach mit Stiefeln ins Gesicht getreten. Damals bekam er eine Bewährungsstrafe.

Dieses Thema im Programm:

NDR 90,3 | NDR 90,3 Aktuell | 05.08.2020 | 14:00 Uhr

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