Stand: 28.11.2019 13:07 Uhr

Tod einer 91-Jährigen: Lebenslange Haft gefordert

Ein Angeklagter sitzt im Hamburger Landgericht im Sitzungssaal zwischen seinen Anwälten. Der Mann soll als Betreuer eine wohlhabende 91-Jährige Frau mit einem Kissen erstickt haben, um an ihr Vermögen zu kommen. © picture-alliance/dpa Foto: Daniel Bockwoldt
Der Angeklagte soll die 91-Jährige mit einem Kissen erstickt haben.

Im Mordprozess um den Tod einer 91-Jährigen im Hamburger Stadtteil Rissen hat die Staatsanwaltschaft eine lebenslange Haftstrafe für den Angeklagten gefordert. Der 75-Jährige sei des heimtückischen Mordes aus Habgier überführt, sagte die Staatsanwältin am Donnerstag. Alle Anklagepunkte hätten sich im Laufe des sechsmonatigen Prozesses bestätigt. Der Angeklagte habe die demente, erblindete und im Rollstuhl sitzende Frau am 7. September 2017 in ihrer Wohnung mit einem weichen Gegenstand wie einem Kissen erstickt. Das hätten die rechtsmedizinischen Untersuchungen ergeben. Der Angeklagte habe gemordet, um an das Erbe der alten Dame zu kommen.

Wehrloses Opfer

Die Frau, deren Vertrauen sich der 75-Jährige seit 2011 erschlichen habe, sei arg- und wehrlos gewesen. Der vom Angeklagten gerufene Hausarzt hatte zunächst einen natürlichen Tod bescheinigt. Nur durch eine misstrauisch gewordene Pflegedienst-Mitarbeiterin waren die Ermittlungen in Gang gekommen.

Angeklagter als Alleinerbe eingesetzt

Der Angeklagte war seit 2011 als Bevollmächtigter der Dame eingesetzt und stand seit 2013 als Alleinerbe im Testament. Im Dezember 2018 wurde er festgenommen und sitzt seitdem in Untersuchungshaft.

Dieses Thema im Programm:

NDR 90,3 | NDR 90,3 Aktuell | 28.11.2019 | 13:00 Uhr

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