Stand: 05.02.2020 18:09 Uhr  - NDR 90,3

Test von medizinischen Transporten per Drohne

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Per Drohne können zum Beispiel Gewebeproben schnell von Klinik zu Klinik transportiert werden.

Eine unbemannte Flugdrohne für den eiligen Transport von medizinischen Gewebeproben zwischen zwei Krankenhäusern ist in Hamburg erfolgreich getestet worden. Die Drohne absolvierte am Mittwoch sechs Flüge über die knapp fünf Kilometer lange Distanz zwischen dem Bundeswehrkrankenhaus in Wandsbek und dem Marienkrankenhaus Hohenfelde. Das teilte das Forschungsprojekt Medifly mit.

Drohne schneller als ein Krankenwagen

Die daraus gewonnenen Erkenntnisse sollen in einen Probebetrieb über mehrere Monate einfließen. Medifly will herausfinden, ob eilige Gewebeproben mit einer Drohne zuverlässig und sicher transportiert werden können. Gewebeproben werden oft bei Operationen entnommen und müssen noch während der OP untersucht werden. Die Operation wird so lange unterbrochen. Wenn der Experte für die Untersuchung nicht in derselben Klinik sitzt, wird die Probe bisher per Krankenwagen transportiert. Der größte Vorteil der Drohne: Sie steht nicht im Stau und kann so die Behandlungszeit für Patienten auf dem OP-Tisch verkürzen.

Die Tests absolviert die Drohne in einer Flughöhe von rund 75 Metern. Sechs Streckenposten sichern die Route der Drohne, die ihren Weg theoretisch aber auch schon völlig allein bewältigen kann. Partner von Medifly sind unter anderem die Lufthansa Technik sowie die Hamburger Wirtschaftsbehörde.

Westhagemann: Viel Potenzial

"Wir haben heute einen großen Schritt für die zukünftige Nutzung von Drohnensystemen getan", sagte Projektleiter Boris Wechsler. Wirtschaftssenator Michael Westhagemann (parteilos) erklärte, die Technologie der unbemannten Luftfahrtsysteme biete der deutschen Wirtschaft viele Potenziale und Wachstumschancen.

Dieses Thema im Programm:

NDR 90,3 | NDR 90,3 Aktuell | 05.02.2020 | 17:00 Uhr

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