Stand: 17.01.2020 09:43 Uhr

Teilhabechancengesetz: Eher positive Zwischenbilanz

Seit Einführung des sogenannten Teilhabechancengesetzes vor gut einem Jahr haben damit in Hamburg fast 700 Langzeitarbeitslose einen Job gefunden. Nach zunächst viel Kritik von sozialen Trägern fällt eine erste Zwischenbilanz für die neue Förderung in der Hansestadt überwiegend positiv aus.

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Menschen stehen in der Agentur für Arbeit an. © NDR

Fragen und Antworten zum Teilhabechancengesetz

Was ist neu und wie werden Teilnehmer ausgesucht? Das Bundesministerium für Arbeit und Soziales beantwortet die wichtigsten Fragen zum neuen Teilhabechancengesetz. extern

Arbeitsmarkt verändert

Insgesamt habe das Teilhabechancengesetz den sozialen Arbeitsmarkt in Hamburg verändert, sagte Sozialsenatorin Melanie Leonhard (SPD). "In der Vergangenheit war es häufig so, dass die gängigen Instrumente dazu geführt haben, dass die Menschen bei einem Beschäftigungsträger in Beschäftigung kamen. Dieses neue Instrument ermöglicht uns, auch bei ganz normalen Arbeitgebern Beschäftigungen anzuschieben."

"Etliche Stellen weggefallen"

Stellen für Langzeitarbeitslose werden mit der Förderung bis zu fünf Jahre lang bezuschusst. Dafür seien allerdings andere Programme gestrichen worden, die vor allem Stellen bei sozialen Trägern gefördert haben, sagte Carola Ensslen von den Linken. "Da sind etliche Arbeitsplätze am sozialen Arbeitsmarkt weggefallen - und es sind welche dazugekommen. In der Bilanz sind es nur ganz wenig mehr."

Viele Träger fordern deshalb von der Sozialbehörde auch mehr Geld für ihre Stellen. Mit dem Teilhabechancengesetz sollen auch in diesem Jahr mindestens 600 Menschen wieder Arbeit finden. Die Nachfrage der Arbeitgeber nehme zu, heißt es aus dem Jobcenter.

Dieses Thema im Programm:

NDR 90,3 | NDR 90,3 Aktuell | 17.01.2020 | 09:00 Uhr

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