Stand: 12.06.2019 07:08 Uhr

Sturmschäden sollen S-Bahn seltener lahmlegen

Nach Sturmschäden soll die Hamburger S-Bahn in Zukunft schneller wieder ihren Betrieb aufnehmen. Im Verkehrsausschuss der Bürgerschaft hat die DB Netz AG am Dienstag ihre Pilotprojekt auf der Strecke nach Stade vorgestellt.

Tagelange Streckensperrungen wie nach den Orkanen im Jahr 2017 sollen nicht wieder vorkommen. Seitdem hat die Bahntochter DB Netz Tausende Bäume gefällt oder stabilisiert. Bei der S3 nach Stade kontrolliert ein Forstwirt jeden Baum im Gleisabstand von 20 Metern, statt bisher 6 Metern. Das vorsorgliche Langsamfahren bei jeder Sturmwarnung ist bald vorbei. Bahnmanager Kay Schatkowski sagte: "Bis Ende des Jahres haben wir uns vorgenommen, die Einschränkungen, die zurzeit automatisch bei der Geschwindigkeit auf der Strecke Harburg-Stade wirksam werden, aufzuheben, und bei Sturm ganz normal fahren zu können."

Schnellere Schadensaufnahme per Hubschrauber

Schneller läuft auch die Schadensaufnahme, um zu sehen, wieviel Bäume umgekippt sind. Schatkowski: "Vor zwei Jahren ist unser Triebwagen rausgefahren und hat vor dem ersten umgekippten Baum gestanden. Heute stehen im Großraum Hamburg drei Hubschrauber zur Verfügung, die angemietet werden."

Metronom sieht zusätzlichen Handlungsbedarf

Unzufrieden zeigte sich im Verkehrsausschuss nur Thorsten Frahm von der Metronom-Bahn. Auf seinen Strecken sei die DB Netz passiv: "Ganz konkret sehen wir, dass auf der Strecke Hamburg-Bremen großer Handlungsbedarf besteht. Insbesonders auf der Stecke Hamburg-Lüneburg gibt es regelmäßig Streckensperrungen bei jedem kleinen Lüftchen, weil ein Baum auf den Gleisen liegt." Zäh läuft das Bäumefällen auf Privatgrundstücken. Die Besitzer wollen die Kosten nicht zahlen.

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Dieses Thema im Programm:

NDR 90,3 | NDR 90,3 Aktuell | 12.06.2019 | 07:00 Uhr

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