Stand: 14.08.2019 15:20 Uhr

Studie: Hamburger essen den meisten Fisch

Die Verbraucher in Deutschland greifen verstärkt zu Fisch und Fischprodukten. Der Pro-Kopf-Verzehr erhöhte sich nach vorläufigen Schätzungen im vergangenen Jahr von 14,1 auf 14,4 Kilogramm, wie das Fisch-Informationszentrum (FIZ) am Mittwoch in Hamburg mitteilte.

Fisch wird zum Verkauf in einer Kühltheke angeboten

Deutsche essen mehr Fisch

Hamburg Journal 18.00 -

Alaska-Seelachs, Lachs und Thunfisch: Die Deutschen verzehren immer mehr Fisch. Am meisten Fisch wird im bundesweiten Vergleich in Hamburg gegessen.

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Mit 3,9 Milliarden Euro gaben die Haushalte mehr Geld für Fisch aus als je zuvor. Das bedeutete eine Steigerung von 0,2 Prozent im Vergleich zum Vorjahr. Der Zuwachs der Nachfrage geht den Angaben zufolge allerdings im wesentlichen auf den Außer-Haus-Verkauf zurück, also etwa in Restaurants oder Fischimbissen. Die von den privaten Haushalten gekaufte Menge an Fisch und Meeresfrüchten ging dagegen leicht zurück.

Hamburger essen in Deutschland den meisten Fisch

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In Deutschland wird mehr Fisch gegessen. Die Hamburger verzehren im bundesweiten Vergleich am meisten.

Unter den Bundesländern kaufen die Hamburger mit jährlich 6,5 Kilogramm den meisten Fisch für den Verzehr zu Hause, gefolgt von den Schleswig-Holsteinern mit 6,1 Kilogramm und den Mecklenburg-Vorpommern mit 5,5 Kilogramm. Auf den unteren Plätzen finden sich die Verbraucher im Saarland, in Rheinland-Pfalz und Baden-Württemberg.

Alaska-Seelachs am beliebtesten

In Deutschland ist der Alaska-Seelachs der beliebteste Speisefisch - er wird zum Beispiel in Fischstäbchen verarbeitet. Danach folgen Lachs und Thunfisch. Damit ist der Hering auf Platz vier zurückgefallen, vor Garnelen aller Art. Die Verbraucher kaufen ihren Fisch überwiegend beim Discounter oder in Super- und Verbrauchermärkten. Das klassische Fischfachgeschäft spielt nur noch eine untergeordnete Rolle. Der Fisch in Deutschland wird nur zu einem kleinen Teil von der eigenen Fangflotte angelandet oder in eigenen Aquakulturen erzeugt. Die Versorgung des Marktes wird zu rund 86 Prozent durch Importe gedeckt.

In anderen Ländern wird mehr Fisch verzehrt

Im internationalen Vergleich verzehren die Verbraucher in Deutschland eher wenig Fisch. Der weltweite Durchschnitt liegt mit 19,3 Kilogramm pro Kopf um rund fünf Kilogramm höher als in Deutschland. In Ländern wie Großbritannien, den USA oder Italien werden mehr als 20 Kilogramm Fisch verzehrt, in Frankreich, Schweden oder China mehr als 30 Kilogramm. Spitzenreiter ist Island mit einem Verbrauch von mehr als 60 Kilogramm Fisch pro Kopf im Jahr.

 

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Dieses Thema im Programm:

NDR 90,3 | NDR 90,3 Aktuell | 14.08.2019 | 16:00 Uhr

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