Eine Frau mit einer Mund-Nasen-Maske geht an einem Schild am Eingang des Hamburger Rathauses vorbei. © imago images/Hanno Bode Foto: Hanno Bode

Studie: Corona-Krise trifft Hamburger Unternehmen hart

Stand: 02.12.2020 14:55 Uhr

Mehr als jedes dritte Unternehmen in Hamburg ist wirtschaftlich stark von der Corona-Krise getroffen, etwa jedes sechste muss um seine Existenz fürchten. Das ist das Ergebnis einer Studie der Commerzbank, die dafür Hunderte Unternehmer in Hamburg und dem Umland befragt hat.

Vom Modehändler bis zum Maschinenbauer, vom selbstständigen Taxifahrer bis zum freiberuflichen Architekten: drei von fünf Hamburger Unternehmen haben die staatlichen Corona-Hilfen in Anspruch genommen. Meistens geht es dabei nicht einmal um besonders große Beträge, sondern um wenige Tausend Euro. Das habe schon mal geholfen - vor allem, wenn es darum geht, Arbeitsplätze zu erhalten, sagte Nils Hoffmann von der Commerzbank Hamburg. Gerade einmal sechs Prozent aller Unternehmen haben Mitarbeiterinnen oder Mitarbeiter entlassen, lediglich jede vierte Firma musste Beschäftigte in Kurzarbeit schicken.

Mehr Mitarbeiter nutzen Homeoffice

Viele Angestellte in Hamburg und dem Umland arbeiten derzeit von zuhause. Homeoffice an sich gab es schon vor der Corona-Pandemie bei der Hälfte der befragten Firmen. Jetzt nehmen aber noch einmal deutlich mehr Mitarbeiter und Mitarbeiterinnen diese Möglichkeit in Anspruch.

Auch positive Aspekte

Viele der befragten Unternehmerinnen und Unternehmer können der Corona-Krise trotz aller Probleme etwas Positives abgewinnen. Ganz vorne bei den Angaben: Weniger Stress und mehr Teamgeist. Und es gibt die Chance auf einen besseren Online-Auftritt, der für viele aktuell nötiger denn je ist.

 

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Dieses Thema im Programm:

NDR 90,3 | NDR 90,3 Aktuell | 02.12.2020 | 16:00 Uhr

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