Stand: 20.02.2018 15:50 Uhr

Strengere OP-Vorgaben für Hamburger Kliniken

Für Hamburger Krankenhäuser gelten ab Mitte des Jahres neue Vorgaben: Bei besonders komplizierten Operationen, etwa bei Eingriffen am offenen Herzen, müssen sie strengere Personalstandards einhalten.

Aus Empfehlung wird Verpflichtung

Solche OPs dürfen in der Hansestadt künftig nur noch in Krankenhäusern durchgeführt werden, die rund um die Uhr erfahrene Fachärzte, genug Pflegepersonal und die notwendigen medizinischen Apparate einsetzen können. Bislang ist das nur eine Empfehlung der medizinischen Fachgesellschaft - die Kliniken mussten sich nicht danach richten. Der Hamburger Senat macht aus diesen Empfehlungen jetzt gesetzliche Vorgaben.

Aus Sicht von Gesundheitssenatorin Cornelia Prüfer-Storcks (SPD) können sich Patienten durch die Umsetzung der neuen Vorschriften jederzeit darauf verlassen, besonders gut und sicher behandelt zu werden. Die Regeln beruhen auf den Empfehlungen der medizinischen Fachgesellschaften und gelten für Operationen an Herz und Brustkorb, sowie in der Gefäß- und Neurochirurgie. Die Senatorin rechnet damit, dass die allermeisten Kliniken in Hamburg kein Problem haben werden, die Vorgaben zu erfüllen.

Kleinere Krankenhäuser zum Teil unter Druck

Einzelne Fachabteilungen von kleineren Krankenhäusern könnten aber vor dem Aus stehen. Das allerdings ist auch gewollt - Krankenhäuser sollen sich spezialisieren und nur das anbieten, was sie wirklich gut können, so Prüfer-Storcks.

Dieses Thema im Programm:

NDR 90,3 | NDR 90,3 Aktuell | 20.02.2018 | 17:00 Uhr

Mehr Nachrichten aus Hamburg

00:32
Hamburg Journal 18.00

Prozess wegen Bandendiebstahls gestartet

20.02.2019 18:00 Uhr
Hamburg Journal 18.00
00:37
Hamburg Journal 18.00

Hamburger Steuereinnahmen legen zu

20.02.2019 18:00 Uhr
Hamburg Journal 18.00
02:13
Hamburg Journal

Hamburg will Pflegebedürftige entlasten

19.02.2019 19:30 Uhr
Hamburg Journal