Stand: 09.06.2020 08:19 Uhr

Streit um Bauprojekt in Blankenese

Um den Bau eines Wohnhauses im Blankeneser Treppenviertel gibt es Streit. Nach Infornationen von NDR 90,3 kippte der Hamburger Senat kippte einen Beschluss der Bezirksversammlung Altona, die den Bau eines Bungalows in der Blickachse des Elbhangs genehmigt hatte.

In einem verträumten Garten, umringt von Millionärs-Villen, wollte ein Eigentümer groß bauen. Der Elbblick an der Straße Elbterrasse unter dem Süllberg Restaurant lockte. Doch der Bezirk Altona wies das Grundstück 2014 in einem Bebauuungsplan als "private Grünfläche Gärten" aus. Der Eigentümer zog vors Oberverwaltungsgericht und schloss einen Vergleich: Wohnhaus ja - aber nur ein Bunglaow an der Gartensseite und keinesfalls in der Blickachse des Blankeneser Treppenviertels. Später versuchte es der Eigentümer doch, und tatsächlich genehmigte nicht das Amt aber die Bezirksversammlung seinen Bauvorbescheid. Der Beschluss fiel am 23. Mai 2019 mit der Begründung, das Bauen an der Gartenseite sei eine zu große Härte für den Eigentümer, der das Grundstück schon vor dem Bebauungsplan besaß. Sein Haus sollte nun doch ein paar Meter in die Blickachse rücken und sogar einen Fahrstuhlturm bekommen.

Senat hebt Genehmigung der Bezirksversammlung auf

Doch dann schritt Hamburgs Oberbaudirektor ein: Das sei ein schlimmer Verstoß gegen die historischen Blickachsen. Das Ende der Geschichte: Der Senat hob jetzt die Genehmigung der Bezirksversammlung auf. Der Bungalow wird nun an der Seite gebaut - mit schlechterem Elbblick und ohne Fahrstuhlturm.

Dieses Thema im Programm:

NDR 90,3 | NDR 90,3 Aktuell | 09.06.2020 | 08:00 Uhr

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