Eine Unterführung des Bahnhofs Altona. © picture alliance / Bildagentur-online/Joko Foto: Bildagentur-online/Joko

Streit über Umgang mit Obdachlosen am Bahnhof Altona

Stand: 30.06.2021 17:41 Uhr

Lärm und Schmutz durch Obdachlose, die Alkohol trinken - das ist ein dauerhaftes Problem am Bahnhof Altona. Passantinnen und Passanten beklagen, dass sich die Situation zuspitzt. Bezirksamt und Bahn sehen das anders.

Am Bahnhof Altona sitzt tagsüber ein gutes Dutzend Obdachlose mit Bierdose und Weinflasche in der Hand am Rande der Rampe ins Untergeschoss. Aus den Ecken riecht es streng. Einige betteln. "Es ist einfach schmutzig und stinkt zum Teil", sagt ein Passant zu NDR 90,3. Eine andere Passantin meint: "Solange sie da nur sitzen und niemanden anpöbeln, bespucken und schlagen, denke ich: Lass sie machen."

Runder Tisch hat schon mehrfach getagt

Das Bezirksamt Altona sieht keine Zuspitzung der Lage und sagt, dass grundsätzlich etwas getan werden müsse. Ein Runder Tisch von Bahn, Polizei, Stadtreinigung und Bezirksamt habe schon mehrfach getagt. Armut sei aber ein gesamtstädtisches Problem.

Tagesstätte für Obdachlose gefordert

CDU und Grünen in der Bezirksversammlung reicht das nicht. Nicht wieder jahrelange Beratungen, sagen sie. Sie fordern vom Senat eine Tagesstätte für die Obdachlosen. Das komme auch dem Bahnhof Altona zugute.

Eine sogenannte Trinkerszene findet man an vielen Orten Hamburgs, wie dem Hauptbahnhof, der Holstenstraße oder dem S-Bahnhof Harburg.

Weitere Informationen
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Dieses Thema im Programm:

NDR 90,3 | NDR 90,3 Aktuell | 30.06.2021 | 17:00 Uhr

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