Stand: 04.07.2019 16:38 Uhr

Strafverfahren gegen alle HSH-Vorstände eingestellt

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Die früheren HSH-Vorstände Hans Berger (links) und Dirk Jens Nonnenmacher (Zweiter von rechts) 2014 während des Untreue-Prozesses in Hamburg.

Der jahrelange Rechtsstreit um sechs frühere HSH-Vorstände ist beendet. Wie das Hamburger Oberlandesgericht mitteilte, hat auch der letzte angeklagte Ex-Vorstand Peter R. eine Geldauflage in Höhe von 1,5 Millionen Euro akzeptiert. Damit werde das letzte Strafverfahren eingestellt.

Zuvor waren schon die übrigen fünf Verfahren gegen den ehemaligen HSH-Chef Dirk Jens Nonnenmacher und die vier weiteren Vorstände eingestellt worden - gegen Zahlung von insgesamt 4,85 Millionen Euro. Die angesetzten Verhandlungstermine für August wurden aufgehoben.

Erst Freispruch - dann Aufhebung durch BGH

In dem Rechtsstreit ging es um den Vorwurf der Untreue: Der komplette HSH-Vorstand von 2007 musste sich wegen verlustreicher Geschäfte vor der Finanzkrise vor Gericht verantworten. Nach monatelangem Verhandlungs-Marathon endete der Prozess vor dem Hamburger Landgericht im Juli 2014 mit Freisprüchen für die Angeklagten. Die Staatsanwaltschaft legte allerdings Berufung ein - beim Bundesgerichtshof.

Die Richter hoben die Freisprüche 2016 schließlich auf. Damit war das Oberlandesgericht in Hamburg am Zug. Nach Auffassung der Kammer wurde dem öffentlichen Strafverfolgungsinteresse durch die wirtschaftlich spürbaren Geldauflagen ausreichend genüge getan.

Aus HSH wird HCOB

Das Geschäft mit spekulativen Kreditausfall-Geschäften hatte der HSH einen Millionenschaden eingebracht, der die Bank fast in die Pleite getrieben hätte. Letztlich mussten die Länder Schleswig-Holstein und Hamburg die HSH mit einem Milliarden-Paket retten. 2018 wurde sie schließlich privatisiert und heißt seitdem Hamburg Commercial Bank (HCOB).

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Dieses Thema im Programm:

NDR 90,3 | NDR 90,3 Aktuell | 04.07.2019 | 15:00 Uhr

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