Stand: 23.08.2017 19:11 Uhr

Stellenabbau bei der "Hamburger Morgenpost"

Bei der "Hamburger Morgenpost" ("Mopo") sollen elf Arbeitsplätze wegfallen. Das haben Chefredaktion und Geschäftsführung am Mittwoch bei einer Betriebsversammlung bekannt gegeben. Derzeit beschäftigt die Tageszeitung noch 65 Mitarbeiter. Den Angaben zufolge werden sechs journalistische Stellen in der Redaktion abgebaut. Fünf weitere Arbeitsplätze fallen in der Produktion weg.

Engere Verzahnung von Print und Online

Der Stellenabbau wurde mit geplanten Umstrukturierungen begründet. Die Neuausrichtung sei ohne Entlassungen nicht möglich. Die Hamburger Traditionszeitung, die zur DuMont Mediengruppe gehört, will künftig gedruckte und digitale Angebote enger verzahnen. Für die betroffenen Mitarbeiter werde nach "sozialverträglichen Lösungen" gesucht, hieß es.

Unverständnis im Betriebsrat

Unverständnis äußerte der Betriebsrat der "Mopo" gegenüber NDR 90,3. Betroffen seien gerade die Bereiche, auf die man künftig setzen wolle, wunderte sich die Arbeitnehmervertretung. So treffe es Journalisten in der Lokalredaktion und im Sport. Damit werde die Attraktivität der "Mopo" für die Leser gefährdet - und das in einer Zeit, in der die Zeitung schwarze Zahlen schreibe.

Kritik vom Journalisten-Verband

Der Deutsche Journalisten-Verband Hamburg (DJV) kritisierte den geplanten Stellenabbau deutlich und forderte einen Erhalt der Arbeitsplätze. "Einen Umbau in die Zukunft schafft man nicht durch einen Stellenabbau in der Redaktion", sagte die Hamburger DJV-Landesvorsitzende Marina Friedt. DuMont hatte bereits 2014 zehn Stellen in Redaktion und Verlag der "Mopo" gestrichen.

Dieses Thema im Programm:

NDR 90,3 | NDR 90,3 Aktuell | 23.08.2017 | 14:00 Uhr

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