Stand: 23.01.2018 16:18 Uhr

Steinmeier zufrieden mit Hamburg-Besuch

Bundespräsident Frank-Walter Steinmeier hat zum Ende seines offiziellen Antrittsbesuchs in Hamburg ein positives Fazit gezogen. Er und seine Frau Elke Büdenbender hätten viel von der Hansestadt kennenlernen wollen. "Und das ist uns gelungen", sagte Steinmeier am Dienstag. Zum Abschluss seines zweitägigen Besuchs nahm Steinmeier noch an einer Einbürgerungsfeier im Rathaus teil und rief die eingebürgerten Deutschen auf, Deutschland aktiv mitzugestalten. Als deutsche Staatsbürger sollten sie sich nun einbringen - "voll und ganz", sagte Steinmeier. Sie hätten das Recht zu wählen und sich selbst wählen zu lassen und somit ein Mandat zu übernehmen. Beides trage dazu bei, "uns als Gesellschaft zusammenzuführen und Zusammenhalt auf Dauer zu stiften".

Offizieller Amtsantritt in Hamburg

Frühstück im "Herz As"

Seinen offiziellen Antrittsbesuch in Hamburg setzte Steinmeier am Dienstag mit einem Frühstück in der Obdachloseneinrichtung "Herz As" fort. Bei einem gemeinsamen Frühstück hörte er sich unter anderem die Geschichte von Andy Laas an, der trotz abgeschlossener Kochausbildung keinen Job findet. Weil er keine Wohnung habe, hätten viele Arbeitgeber Hygiene-Bedenken. Seine vorerst letzte Wohnung habe er verloren, weil eine Zeitarbeitsfirma seinen Lohn nicht immer ausgezahlt habe.

Im Anschluss ging es für Steinmeier weiter zum Zeughausmarkt, wo er mit Bürgermeister Olaf Scholz (SPD) die "Hacker School" besichtigte - eine von Ehrenamtlern unterstützte Einrichtung, die Kinder zwischen elf und 18 Jahren für Informationstechnik begeistern will. Der Bundespräsident durfte einen von den Kindern programmierten Mini-Computer ausprobieren. Thematisiert wurde auch das Projekt "Hacker School Plus", das Flüchtlingen den Jobeinstieg erleichtern soll.

Debatte mit Gymnasiasten

Anschließend trafen Steinmeier und seine Frau Elke Büdenbender sich mit Schülern des Lise-Meitner-Gymnasiums und diskutierten über aktuelle politische Themen wie die Zuwanderung und die Frage, ob ein bedingungsloses Grundeinkommen in Deutschland eingeführt werden solle. "Politik beginnt immer da, wo jeder an mehr denkt als nur an sich selbst", schrieb Steinmeier den Elftklässlern ins Stammbuch.

Volles Programm auch am ersten Tag

Am Montag waren das Staatsoberhaupt und seine Frau im Rathaus von Bürgermeister Olaf Scholz (SPD) begrüßt worden. Beide trugen sich in das Goldene Buch der Stadt ein und besuchten unter anderem ein Konzert in der Elbphilharmonie. Beeindruckt zeigte er sich auch von dem Treffen am Montagabend mit Opfern der Ausschreitungen rund um den G20-Gipfel Anfang Juli. Er habe mit einigen von ihnen schon im Sommer geredet und diese nun wiedergetroffen, sagte Steinmeier. "Ich habe mich darüber gefreut, dass die Allermeisten doch signalisiert haben, dass sie einigermaßen - sei es durch Versicherungen, sei es durch öffentliche Leistungen hier in der Stadt Hamburg - zufrieden gestellt worden sind."

Der zweitägige Besuch in der Hansestadt ist Steinmeiers zwölfte Station auf seiner Reise durch alle Bundesländer. Es ist aber nicht der erste Besuch des Bundespräsidenten in Hamburg: Direkt nach dem G20-Gipfel hatte er sich mit Geschädigten aus dem Schanzenviertel getroffen und Polizisten für ihren Einsatz gedankt. Außerdem hatte er die Laudatio auf die "New York Times" bei der Verleihung des Marion Dönhoff Preises gehalten.

 

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Dieses Thema im Programm:

NDR 90,3 | NDR 90,3 Aktuell | 23.01.2018 | 15:00 Uhr

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