Stand: 15.11.2017 19:23 Uhr

Star-Architekt entwirft Design für U5

So soll ein U5-Bahnsteig aussehen: An die Decke werden Muster projiziert, etwa ein Blätterdach. Die Züge sollen über automatische Glastüren erreichbar sein, das Glas wird beleuchtet - je nach Haltestelle in einer anderen Farbe.

Der Hamburger Star-Architekt Hadi Teherani gestaltet die Haltestellen der U-Bahnlinie 5, die in rund zehn Jahren durch die Hansestadt fahren soll. Teherani hat mit seinen Vorschlägen den internationalen Wettbewerb für das Design von mindestens fünf U-Bahn-Stationen zwischen Bramfeld und der City Nord für sich entschieden.

Die Decken als Projektionsfläche

Die am Mittwoch präsentierten Entwürfe zeigen die geplanten Tunnelbahnhöfe in hanseatischer Schlichtheit. Die Wände sind aus weißer Keramik, aber ungewöhnlich geriffelt. Die Decken sind aus grauem Metall mit vielen Löchern, durch die Licht projiziert wird - sodass etwa ein Blätterdach dort erscheint.

Teherani will Gefühle erzeugen: "Zu unserer grünen Stadt Hamburg müssen wir beachten, dass wir Emotionalität in den Untergrund bekommen." Das Liniendesign seines Entwurfs steht unter dem Motto "Der Zukunft entgegen - Nachhaltigkeit als visuelles Leitmotiv".

Glasscheiben mit verschiedenen Farben beleuchtet

Bänke und Papierkörbe sehen aus wie weiße abgesägte Baumstämme. Neben viel Weiß und Grau kommt satte Farbe in die U-Bahnstationen: Gleise und Bahnsteige sollen durch Glasscheiben getrennt und bunt beleuchtet werden. Es gebe aus Sicherheitsgründen Bahnsteigtüren, erläuterte Hochbahn-Projektleiter Klaus Uphoff. "Der Zug hält an ganz bestimmten Stellen, sodass die Zugtüren genau dort sind, wo auch die Bahnsteigtüren sind, um das System zu sichern, falls jemand zum Beispiel ein Koffer ins Gleis schmeißt."

Nur anfangs mit Zugbegleiter

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So stellt sich der Star-Architekt den Blick zur Treppe in Richtung Schalterhalle vor.

Die U5 soll vollautomatisch fahren. "Wir gehen aber davon aus, dass wir gerade in der Anfangszeit einen Zugbegleiter mit an Bord haben, der im Notfall eingreifen kann", sagte Uphoff. Die Hochbahn lässt nun 240 neuartige Züge entwickeln, teils mit, teils ohne Führerstand.

2026 sollen die Züge rollen

Der Bau der U-Bahnlinie wird nach Angaben der Stadt mehrere Milliarden Euro verschlingen, die Planungen sollen 2019 abgeschlossen sein. Als Baubeginn ist 2021 avisiert, der erste Streckenabschnitt zwischen Bramfeld und der City Nord könnte dann 2026 in Betrieb gehen. Geplant wird schon der nächste Abschnitt über Winterhude und St. Georg zum Hauptbahnhof, sagte Uphoff. "Wir haben eine Belastung von rund 75.000 Fahrgästen im Zentrum. Und an den Haltestellen Steilshoop und Bramfeld erwarten wir täglich um die 10.000 Fahrgäste."

Dieses Thema im Programm:

NDR 90,3 | NDR 90,3 Aktuell | 15.11.2017 | 18:00 Uhr

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