Stand: 30.09.2018 19:57 Uhr

Stadtderby: Hamburger Polizei zieht positive Bilanz

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Fans des FC St. Pauli brannten im Stadion Pyrotechnik ab.

Vor, während und auch nach dem Stadtderby zwischen dem Hamburger SV und dem FC St. Pauli - das 0:0 endete - ist es nach Polizeiangaben ruhig geblieben. Nach der Partie seien laut einem Sprecher lediglich zwei Personen festgenommen worden, die im Gästeblock Pyrotechnik gezündet hätten. Gegen sie wurden Ermittlungsverfahren eingeleitet. Vier Stunden vor Anpfiff war außerdem ein HSV-Fan, der laut Polizei als "Gewalttäter im Sportumfeld" gilt, in Gewahrsam genommen. In seinem Auto hatten die Beamten unter anderem sogenannte Passivbewaffnung und Pyrotechnik gefunden.

57.000 im Volkspark, 15.000 am Millerntor

Etwa 57.000 Fans beider Vereine verfolgten die Partie im Volksparkstadion. Um Auseinandersetzungen zu vermeiden, ließ die Polizei sie auf getrennten Routen zum Stadion an- und abreisen. Das wurde außerdem extrem gesichert, vier Wasserwerfer und viele Einsatzfahrzeuge der Polizei standen davor. Insgesamt waren rund 1.800 Beamte aus Hamburg, Bremen und Schleswig-Holstein auf St. Pauli und im Volkspark im Einsatz. Der Einsatzleitung zufolge gelang es durch das massive Polizeiaufgebot, die Fan-Lager und vor allem die Ultras beider Mannschaften konsequent auseinander zu halten. Polizei und Bundespolizei hatten im Vorwege gemeinsam mit beiden Fußballclubs ein Sicherheitskonzept ausgearbeitet. Am Millerntor kamen rund 15.000 Zuschauer zum Public Viewing.

Buttersäure in Bahrenfeld verteilt

Die St. Pauli-Fans sollten über Bahrenfeld zum Volkspark anreisen. Wie die Polizei NDR 90,3 bestätigte, wurde am S-Bahnhof Bahrenfeld von Unbekannten in der Nacht stinkende Buttersäure verteilt. Drei Sonderzüge der S-Bahn brachten die Fans von den Landungsbrücken dorthin. Auf der Strecke zum Stadion wurden sie von Anwohnern empfangen, die an Fenstern und auf Balkonen die Route beobachteten.

St. Pauli-Fans starten vom Millerntor-Stadion

Mit massiver Polizeibegleitung hatten sich am Vormittag rund 3.000 St. Pauli-Fans gemeinsam vom Millerntorstadion aus auf den Weg gemacht. Die Stimmung war teilweise aufgeheizt, auch unschöne Parolen wurden gerufen. Die meisten Fans freuten sich aber auf ein sportliches und faires Spiel.

Ruhige Nacht

In der Nacht hatte die Hamburger Polizei bereits verstärkt Präsenz auf dem Kiez gezeigt, um Auseinandersetzungen zwischen gewaltbereiten Fußball-Anhängern zu verhindern. Mehrere Hundert Fans beider Vereine trafen sich am Samstagabend und in der Nacht in und vor den Fan-Kneipen "Jolly Roger" und "Sportpub Tankstelle" in St. Pauli zur friedlichen Einstimmung auf das Stadtderby.

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Dieses Thema im Programm:

NDR 90,3 | NDR 90,3 Aktuell | 30.09.2018 | 16:00 Uhr

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